hilfmirmal.de-Kurs zum Selbstlernen · Trigger, Nodes, Schnittstellen, Mapping
n8n zum Anklicken
Neun kurze Lektionen. Du klickst, probierst und siehst sofort, was passiert. Kein Vorwissen nötig. Am Ende weißt du, was ein Trigger ist, warum grün nicht gleich richtig heißt, wo du in n8n was findest und wie dein erster eigener Flow aussieht.
Ein Kurs von Erik Lorenscheit, Gründer von hilfmirmal · Zuletzt aktualisiert am
0 von 9 Lektionen abgeschlossen
Lektion 1
Ein Workflow ist eine Kette. Klick sie durch.
n8n ist ein Werkzeug, mit dem du Abläufe automatisierst. Du baust die Abläufe aus Bausteinen zusammen, ohne zu programmieren. Jeder Ablauf heißt Workflow. Jeder Baustein heißt Node. Klick auf jeden Baustein im Bild.
Trigger → Node → Connection → Node → Output
Klick auf einen Baustein
Links startet der Ablauf, rechts kommt das Ergebnis raus. Jeder Pfeil übergibt Daten an den nächsten Baustein.
Die fünf Wörter, die du ab jetzt benutzt
Merksatz: Ein grüner Node heißt nur: Der Schritt ist technisch durchgelaufen. Ob das Ergebnis fachlich stimmt, siehst du erst, wenn du den Output liest.
Lektion 2
Welche Trigger gibt es?
Ein Trigger beantwortet genau eine Frage: Was startet den Lauf? Es gibt vier Antworten. Klick jede Karte auf und lies, welche Daten beim Start schon da sind und wo der Ablauf doppelt laufen kann.
Die vier Triggerkarten
Der Unterschied, den alle verwechseln: Beim Formularereignis schickt die Quelle die Nachricht zu n8n. Beim Polling fragt n8n die Quelle. Merk dir: Webhook wartet, Polling fragt.
Übung: Welcher Trigger passt?
Lies den Fall und klick die passende Triggerart. Du bekommst sofort die Erklärung.
Merksatz: Der Trigger startet den Lauf. Er prüft nicht, ob die Daten stimmen. Das ist Aufgabe der Nodes danach.
Lektion 3
Ein Node ist kein Symbol. Er hat Eingang, Einstellung, Ausgang.
Nach dem Trigger kommt die Arbeit. Jeder Node tut eine Sache: lesen, prüfen, verändern oder senden. Das nennen wir Aktion. Der Node ist der konfigurierbare Baustein dafür. Und wichtig: Der nächste Node bekommt nur das, was am Ausgang steht.
Probier es: der Node „Edit Fields“
Links siehst du, was reinkommt. In der Mitte stellst du ein, was der Node tun soll. Rechts siehst du, was rauskommt. Schalte den Schalter um und beobachte den Ausgang.
Input 1 Item
Parameters Edit Fields (Set)
{{ $json.thema }}Expression
trueFixed
Include Other Input Fields Auch die alten Felder weitergeben
Output noch nicht ausgeführt
Klick auf „Execute step“.
Was passiert hier?
Der Node liest thema aus dem Eingang und schreibt den Wert in ein neues Feld fachbereich. Das ist Mapping. Der Wert selbst bleibt gleich.
Die fünf Fragen an jeden Node
Merksatz: Ein Node kann grün durchlaufen und trotzdem fachlich unvollständig sein, wenn am Ausgang ein Feld fehlt. Deshalb liest du nach jedem wichtigen Node den Output.
Lektion 4
Schnittstelle: eine Verabredung zwischen zwei Systemen
Wer meldet sich bei wem, unter welcher Adresse, mit welchen Feldern, und was passiert, wenn es schiefgeht? Es gibt drei Formen. Klick jede an und spiel die Nachrichten ab.
API-Aufruf: Ich frage aktiv nach.
n8n ruft ein anderes System auf und will den Status von Vorgang 1042 wissen. Das andere System antwortet. Fertig.
n8nHTTP Request Nodeder aufrufende Dienst
GET /vorgaenge/1042
200 · {"status":"offen"}
Vorgangs-Systemhat die Datenantwortet nur, wenn gefragt
n8n schickt eine Anfrage an eine vereinbarte Adresse (URL).
Das System antwortet mit einem Status (hier 200 = Transport ok) und Daten.
n8n liest aus der Antwort das Feld status. Wert: offen.
Webhook: Die Quelle schickt mir das Ereignis.
n8n stellt eine Adresse bereit und wartet. Die Formular-App meldet sich, sobald jemand absendet. Der Workflow startet dadurch. Ein Webhook ist deshalb oft ein Trigger.
Formular-Appdie Ereignisquellesendet von sich aus
POST /webhook/anfrage · {"vorgang_id":1042,…}
200 · angenommen
n8nWebhook Triggerwartet an der Adresse
n8n gibt dir im Webhook Node eine URL. Die trägst du in der Formular-App ein.
Jemand sendet das Formular ab. Die App schickt die Felder an diese URL.
n8n nimmt an und startet den Lauf. Die Felder liegen als erstes Item vor.
Zwei Adressen: Die Test URL funktioniert nur, während du im Editor auf „Listen for test event“ klickst. Die Production URL funktioniert erst, wenn der Workflow veröffentlicht ist (Publish).
Polling: Ich frage regelmäßig nach.
Das CRM kann von sich aus nichts senden. Also fragt n8n alle 5 Minuten: „Neue Kontakte seit dem letzten Mal?“ Meistens kommt eine leere Liste zurück. Manchmal kommt etwas.
n8nSchedule Trigger + HTTP Requestfragt alle 5 Minuten
GET /kontakte?seit=id 88
200 · [ ]
GET /kontakte?seit=id 88
200 · [{"id":89,…}]
CRMdie Datenquelleantwortet nur auf Anfrage
Der Schedule Trigger startet den Lauf alle 5 Minuten.
Ein HTTP Request oder App-Node fragt: alles nach ID 88.
Erste Antwort: leer. Zweite Antwort: ID 89. Jetzt merkt sich n8n 89 als neuen Stand (Cursor), sonst kommt 89 beim nächsten Mal wieder.
Vier Dinge, die jede Schnittstelle braucht
Merksatz: Status 200 heißt nur: Der Transport hat geklappt. Ob in der Antwort das richtige Feld steht, sagt dir die 200 nicht.
Lektion 5
Mapping: Ein Feld von hier landet in einem Feld dort.
Klingt banal. Ist aber die Stelle, an der die meisten Abläufe brechen. Zwei Fallen: Ein Wert sieht gleich aus, hat aber einen anderen Datentyp. Und ein fast gleich geschriebener Feldname ist ein anderes Feld.
Übung 1: Felder zuordnen
Klick zuerst ein Feld links (Eingang), dann das passende Feld rechts (Ziel). n8n schreibt dir daraus die Expression.
Eingang (vorheriger Node)
Ziel (dieser Node)
Noch nichts zugeordnet.
Übung 2: Welcher Datentyp ist das?
So zeigt n8n Werte im Output an. Anführungszeichen sind der wichtigste Hinweis. Klick den Typ an.
Übung 3: Die Feldnamen-Falle
Im Eingang liegt genau dieses Item. Klick eine Expression und sieh, was n8n daraus macht.
Merksatz: Mapping übernimmt Werte. Es prüft sie nicht. Typ und Feldname prüfst du vor dem nächsten Schritt selbst.
Lektion 6
Fehler sichtbar machen: Such den ersten Bruch, nicht den letzten roten Node.
Wenn etwas kaputtgeht, springt jeder auf die rote Meldung ganz hinten. Die ist oft nur die Folge. Die Ursache liegt zwei Schritte vorher. Deshalb: Von vorne durchgehen und an jedem Übergang fragen, ob er noch dem Vertrag entspricht.
Übung: Wo ist der erste Bruch?
Der letzte Node ist rot. Klick die Übergänge (Pfeile) an und lies, was dort wirklich weitergegeben wurde. Dann markiere den ersten Übergang, der nicht mehr stimmt.
▶
Webhook
Trigger
✓
{ }
Edit Fields
Node
✓
?
If
menge > 2
✓
!
HTTP Request
Fehler
!
Daten an diesem Übergang
Klick einen Übergang an.
Vertrag: Das erwartet der nächste Node
Klick einen Übergang an.
Der erste Bruch ist:
Auswertung
Erst alle drei Übergänge lesen, dann raten.
Die vier typischen Fehlerarten
Merksatz: Der erste Übergang, der nicht mehr dem Vertrag entspricht, ist dein Fehler. Alles danach ist Folgeschaden.
Lektion 7
Wo finde ich was in n8n?
Das ist ein nachgebauter n8n-Bildschirm. Klick auf jedes Element, das dich interessiert. Unten erscheint, was es tut. Fang mit dem großen Plus in der Mitte an: Dahinter steckt das Menü rechts mit allen Nodes.
Der Editor
Add first step
🔍 Search nodes…
What triggers this workflow?
What happens next?
Klick ein Element an
Tipp: Das Menü rechts öffnest du mit dem Plus oben rechts, dem großen Plus in der Mitte oder mit der Taste Tab.
Ein geöffneter Node
Doppelklick auf einen Node öffnet diese Ansicht. Links kommt rein, in der Mitte stellst du ein, rechts kommt raus. Klick die Bereiche an.
id
thema
anzahl
1042
Vertrag
3
fachbereich
Vertrag
Klick einen Bereich an
Merk dir die Richtung: Input links, Parameters Mitte, Output rechts. Genau in dieser Reihenfolge liest du einen Node.
Spickzettel: Wo ist was?
Ich will…
Da klick ich
einen neuen Workflow anlegen
Overview oder Personal → „Create Workflow“ oben rechts
einen Trigger hinzufügen
Großes Plus „Add first step“ → Liste „What triggers this workflow?“
einen Node hinzufügen
Plus oben rechts oder Taste Tab → „What happens next?“ → Kategorie oder Suche
einen Node einstellen
Doppelklick auf den Node → Tab „Parameters“
Fixed oder Expression umschalten
Mit der Maus über das Feld → Schalter „Fixed | Expression“
einen einzelnen Node testen
Im geöffneten Node oben rechts „Execute step“
den ganzen Workflow testen
Unten in der Mitte „Execute workflow“
sehen, was rauskam
Im Node rechts „Output“ → Table, JSON oder Schema
Testdaten festhalten
Im Output oben rechts die Pinnadel („Pin data“)
alte Läufe ansehen
Tab „Executions“ oben neben „Editor“
den Workflow scharf schalten
Knopf „Publish“ oben rechts. Nach jeder Änderung erneut veröffentlichen
einen Zugang hinterlegen
Im Node bei „Credential“ → „Create new credential“. Oder Overview → Tab „Credentials“
Fehlerverhalten eines Nodes ändern
Im Node Tab „Settings“ → „On Error“, „Retry On Fail“
Stand: n8n 2.39.6, September 2026 (Help → About n8n zeigt deine Version). Beschriftungen können sich mit neuen Versionen leicht ändern. Die Orte bleiben.
Merksatz: Alles Neue kommt über das Plus rechts. Alles Alte findest du unter Executions. Und jeder Node liest sich von links nach rechts: Input, Parameters, Output.
Lektion 8
Nodes ausfüllen: Was kommt in welches Feld?
Du öffnest einen Node und siehst zehn Felder. Welche sind Pflicht, was trägst du ein, wann brauchst du eine Expression? Hier ist die Ausfüllhilfe für die Nodes, die du in den ersten Wochen wirklich benutzt. Wähl einen Node, klick jedes Feld an.
Ausfüllhilfe
Parameters
Erklärung
Klick ein Feld an
Rot markierte Felder sind Pflicht. Grau markierte kannst du beim ersten Mal leer lassen.
Farbcode im Beispielwert: fest tippst du als Text ein, Expression kommt aus den Daten (Feld auf „Expression“ schalten oder {{ tippen), Auswahl ist eine Liste zum Anklicken.
Der Tab „Settings“: gilt für jeden Node
Neben „Parameters“ liegt „Settings“. Sechs Schalter, die du kennen musst. Klick sie auf.
Bau mit: dein erster Flow, Klick für Klick
Zeitplan und Nachricht. Kein Zugang außer einem Telegram-Bot; wenn du keinen hast, nimm die Variante in Schritt 6. Hak jeden Schritt ab, wenn er bei dir erledigt ist.
Fortschritt
Noch kein Schritt abgehakt.
Merksatz: Pflichtfelder zuerst, Optionen später. Und jedes Feld, das aus Daten kommen soll, per Drag & Drop aus dem Input füllen, nicht abtippen.
Lektion 9
Erste eigene Flows: klein, ohne KI, mit echtem Nutzen.
Der beste erste Workflow ist einer, der dir ab nächster Woche zehn Minuten spart. Keine KI, kein großes System. Ein Trigger, zwei bis drei Nodes, ein Ergebnis, das du sehen kannst. Wähl, was zu dir passt, und klick die Beispiele durch.
Beispiele aus dem Alltag
▶
Wähl ein Beispiel
oben
Klick ein Beispiel an
Du siehst den Flow als Kette, was er dir bringt und welche Nodes du im Menü rechts dafür suchst.
Dein eigener Flow: Plan ihn in drei Klicks
Was soll den Lauf starten, woher kommen die Daten, was soll am Ende passieren? Wähl aus, n8n-Namen und Kette erscheinen unten. Der Plan bleibt in deinem Browser gespeichert.
Nur unter einer Bedingung weitermachen (If-Node) z. B. nur wenn die Rechnung älter als 14 Tage ist
?
Noch leer
wähl oben
Deine Bauliste
Sobald du alle drei Fragen beantwortet hast, steht hier, welche Nodes du im Menü rechts suchst.
Bevor du losbaust: fünf Regeln für den ersten Flow
Merksatz: Der erste Flow muss nicht klug sein. Er muss laufen und dir etwas abnehmen. Klug wird er in Version zwei.
Lektion 10 Fortgeschritten
Alles in n8n ist eine Liste von Items.
Zwischen zwei Nodes fließt nie „ein Wert“, sondern immer eine Liste. Jeder Eintrag heißt Item und hat zwei Fächer: json für normale Daten und optional binary für Dateien. Ein Node läuft einmal pro Item. Das erklärt fast alles, was Anfänger überrascht.
Probier es: Wie viele Items kommen an?
Der Node „Google Sheets: Get rows“ liefert eine Zeile pro Item. Schieb den Regler und klick „Execute step“ am nächsten Node. Zähl mit, wie oft er läuft.
So liest du das
Jedes Kästchen ist ein Item. Der Node „Mail senden“ bekommt die Liste und läuft für jedes Item einmal. Drei Zeilen, drei Mails. Willst du eine Sammelmail, musst du vorher zusammenfassen (Aggregate) oder im Node „Execute Once“ einschalten.
Das Item von innen
So sieht ein Item wirklich aus, wenn du im Output auf „JSON“ klickst. Klick auf die Teile.
Die eckige Klammer ganz außen ist die Liste. Hier hat sie genau ein Item.
Verschachtelte Felder erreichen
Felder in Feldern erreichst du mit einem Punkt, Listen mit einer Zahl in eckigen Klammern (ab 0 gezählt). Klick ein Feld, n8n schreibt die Expression.
Ergebnis erscheint hier.
Merksatz: Ein Node läuft einmal pro Item. Bekommst du drei Mails statt einer, liegt es nie am Mail-Node, sondern an den drei Items davor.
Lektion 11 Fortgeschritten
Expressions: kleine Rechnungen direkt im Feld.
Alles zwischen {{ }} ist JavaScript, das n8n beim Lauf ausrechnet. Damit liest du Daten, formst sie um, rechnest mit Datum und triffst kleine Entscheidungen, ohne einen weiteren Node.
Spielwiese
Das aktuelle Item ist fest vorgegeben (links). Klick einen Baustein oder tipp selbst. Die Auswertung ist ein Nachbau, deckt aber die wichtigsten Fälle ab.
Das aktuelle Item, das gerade durch den Node läuft. Kurzform für $input.item.json.
$('Name').item.json
Das zugehörige Item eines früheren Nodes, auch wenn dazwischen Felder verschwunden sind. Der Name ist der Node-Name, deshalb Nodes sprechend benennen.
$('Name').first() / .last() / .all()
Erstes, letztes oder alle Items eines Nodes. .all() gibt eine Liste, also mit [0] oder .length weiterarbeiten.
$itemIndex
Nummer des aktuellen Items, ab 0.
$now, $today
Aktuelle Zeit bzw. heutiges Datum um Mitternacht, in der Zeitzone des Workflows. Datumsobjekte (Luxon) mit .toFormat(), .plus(), .minus().
$binary
Die Dateien des aktuellen Items, zum Beispiel $binary.rechnung.fileName.
$execution.id, $workflow.name
Kennung des Laufs und Name des Workflows. Gut für Log-Zeilen und Fehlermeldungen.
$vars.name
Variablen aus dem Menü links, zum Beispiel eine Basis-URL. Keine Passwörter.
Bedingung im Feld statt If-Node: {{ $json.betrag > 1000 ? "groß" : "klein" }}. Das heißt: Wenn die Bedingung stimmt, nimm den ersten Wert, sonst den zweiten. Für zwei Pfade im Workflow bleibt der If-Node richtig; für einen Text mit zwei Varianten reicht das hier.
Werkzeug: Expression-Baukasten
Formeln zusammenklicken statt tippen: Woher, welches Feld, was damit. Der Baukasten schreibt die Formel, erklärt sie in Worten und rechnet sie mit Beispieldaten vor. Mit den Rezepten aus dem Kurs (typeof-Prüfung, IT-Prüfung, Number() nach dem Formular, map und join). Expression-Baukasten öffnen.
Merksatz: Unter jedem Expression-Feld zeigt n8n das Ergebnis mit echten Daten. Steht da [undefined], ist der Pfad falsch, nicht n8n.
Lektion 12 Fortgeschritten
If, Switch, Merge: Wege teilen und wieder zusammenführen.
If teilt in zwei Wege (true, false). Switch teilt in beliebig viele, je nach Wert. Merge führt Wege oder Quellen wieder zusammen. Damit baust du alles, was mehr als eine gerade Linie ist.
Probier es: Switch verteilt Tickets
Vier Support-Tickets kommen an. Die Regel im Switch: Feld prio. Klick ein Ticket, es wandert in den passenden Ausgang. Klick alle vier.
Eingang (4 Items)
⇶
Switch
Regel: prio
Ausgang „hoch“ → sofort Telegram
Ausgang „mittel“ → Ticket anlegen
Ausgang „niedrig“ → Sammelmail Freitag
Fallback Output → Mensch schaut drauf
Switch-Einstellungen
Mode „Rules“: je Ausgang eine Regel (prio is equal to „hoch“ usw.). „Rename Output“ gibt den Ausgängen Namen. „Fallback Output“ fängt alles, was zu keiner Regel passt. Ohne Fallback verschwinden diese Items still.
Probier es: Merge führt zwei Quellen zusammen
Links Kunden aus dem CRM, rechts Umsätze aus der Buchhaltung. Wähl den Merge-Modus und sieh, was rauskommt.
Input 1: CRM
kunde_id
name
1
Beispiel GmbH
2
Muster AG
3
Test e.K.
Input 2: Buchhaltung
kunde_id
umsatz
1
1200
3
450
4
90
Wann welcher Node?
Merksatz: Jeder Ausgang, den du nicht anschließt, ist ein Loch. Items, die dort landen, siehst du nur im Executions-Tab.
Lektion 13 Fortgeschritten
Schleifen: meistens brauchst du keine.
n8n schleift von allein: Ein Node läuft einmal pro Item. Eine echte Schleife brauchst du nur, wenn du Items in Gruppen verarbeiten willst (Rate-Limits, große Mengen), wenn ein Node die Ausnahme ist, oder wenn du „bis etwas eintritt“ wiederholen musst.
Probier es: Loop Over Items mit Batch Size
12 Items sollen an eine API, die nur 3 Anfragen pro Sekunde erlaubt. Stell die Batch Size ein und starte. Der Node „Loop Over Items“ gibt je Runde einen Batch am Ausgang „loop“ aus. Ist alles durch, geht es am Ausgang „done“ weiter.
Was passiert
Noch nicht gestartet.
Drei Fälle, in denen du wirklich eine Schleife brauchst
Merksatz: Erst prüfen, ob n8n die Schleife schon macht. Loop Over Items nur für Gruppen, Ausnahmen oder „bis Bedingung“.
Lektion 14 Fortgeschritten
Fehler passieren. Die Frage ist, was dann.
Lektion 6 hat gezeigt, wie du den ersten Bruch findest. Jetzt legst du vorher fest, was bei einem Fehler passieren soll: pro Node in den Settings und für den ganzen Workflow mit einem Error Workflow.
Probier es: Was macht „On Error“?
Der HTTP Request schlägt fehl (Zeitüberschreitung). Wähl die Einstellung im Tab „Settings“ des Nodes und sieh, was mit dem Lauf passiert.
Der Error Workflow
Ein zweiter Workflow, der nur dann läuft, wenn ein anderer scheitert. Er beginnt mit dem Node „Error Trigger“ und bekommt diese Daten:
Neuen Workflow anlegen, erster Node „Error Trigger“, danach zum Beispiel Telegram mit {{ $json.workflow.name }}: {{ $json.execution.error.message }} bei {{ $json.execution.lastNodeExecuted }}. Publish.
Im Hauptworkflow: Menü ⋯ → Settings → „Error workflow“ → den neuen auswählen. Save.
Zum Beispiel heißt er FIRMA · T09B · Fehler-Workflow. Einmal eintragen, für alle Workflows nutzbar.
Stop and Error ist ein Node, mit dem du selbst einen Fehler auslöst, zum Beispiel wenn ein Pflichtfeld fehlt. Dann greift der Error Workflow auch bei fachlichen Fehlern, nicht nur bei technischen.
Merksatz: Stop Workflow ist der sichere Standard. Continue nur, wenn du weißt, was mit dem Loch passiert. Und jeder produktive Workflow hat einen Error Workflow.
Fünf Dinge, die aus einem Bastelworkflow einen wartbaren machen. Klick jede Karte auf.
Merksatz: Ein Workflow, den du in drei Monaten noch verstehst, hat sprechende Node-Namen, Sticky Notes, einen Error Workflow und keine Geheimnisse in Textfeldern.
Lektion 16 Fortgeschritten
KI in n8n: ein Hauptnode mit Anbauteilen.
KI-Nodes sind anders gebaut als alle anderen: Ein Root Node (Chain oder Agent) bekommt Sub-Nodes von unten angesteckt: das Sprachmodell, Speicher, Werkzeuge. n8n nennt das Cluster Node. Klick die Teile an.
Der Cluster
Klick ein Teil an
Im Menü rechts steht alles unter „Advanced AI“. Der Root Node hat unten kleine Anschlüsse, dort klickst du das Plus und wählst den Sub-Node.
Chain oder Agent?
Basic LLM Chain
AI Agent
Was es tut
Ein Prompt, eine Antwort. Deterministischer Schritt in der Kette.
Entscheidet selbst, welche Tools es wie oft aufruft, bis die Aufgabe gelöst ist.
Memory
nein
ja, kann sich an frühere Nachrichten erinnern
Tools
nein
ja
Wann
Zusammenfassen, umformulieren, klassifizieren, Felder aus Text ziehen. 90 % der Fälle.
Chat-Assistent, Recherche, mehrstufige Aufgaben. Nur mit klaren Regeln und Grenzen.
Trigger
jeder
oft „On chat message“ (Chat Trigger)
Kurz gesagt: Ein Agent wählt Schritte innerhalb von Regeln, ein klassischer Workflow folgt einem festen Pfad. Liegt in deiner Instanz schon ein Credential für ein Sprachmodell, kannst du eine Chain sofort testen.
RAG in vier Schritten
Retrieval-Augmented Generation heißt: Das Modell antwortet mit deinen Dokumenten statt mit Halbwissen.
Merksatz: Erst der Workflow ohne KI, dann ein KI-Schritt an genau einer Stelle. Ein Agent ist kein Ersatz für einen klaren Prozess.
Lektion 17 Fortgeschritten
Wo läuft n8n, und wie steuert man es von außen?
Eine n8n-Cloud-Instanz erkennst du an der Adresse: Sie endet auf app.n8n.cloud. Für dich oder deine Firma stellt sich die Frage: Cloud mieten oder selbst betreiben? Und wenn Workflows selbst zum Werkzeug werden, kommt die Public API ins Spiel.
Cloud oder Self-Hosted?
n8n Cloud
Self-Hosted
Was es ist
n8n betreibt die Instanz für dich. Login, fertig.
Du installierst n8n selbst: Docker auf einem Server, Hetzner, Raspberry Pi oder dem Firmenrechner.
Kosten
Monatlicher Plan nach Anzahl der Ausführungen und aktiven Workflows. Sub-Workflow-Läufe zählen nicht extra.
Community Edition kostenlos (Fair-Code-Lizenz). Du zahlst Server und deine Zeit. Business und Enterprise mit Zusatzfunktionen kosten.
Daten
Liegen bei n8n (EU-Region wählbar). Für viele Kunden mit DSGVO-Anforderung eine Frage an die Rechtsabteilung.
Liegen bei dir. Du bist für Backups, Updates und Absicherung zuständig.
Updates
Automatisch, du kannst die Version im Cloud-Dashboard wählen.
Du ziehst neue Docker-Images. Vorher Release Notes lesen, Datenbank sichern.
Grenzen
Kein Zugriff aufs Dateisystem, keine eigenen Community-Nodes ohne Verifizierung, feste Limits je Plan.
Alles möglich: eigene Nodes, Dateizugriff, Queue Mode mit mehreren Workern für hohe Last, Umgebungsvariablen für jede Einstellung.
Für wen
Einstieg, kleine Teams, wenn niemand Server betreuen will.
Wer Datenhoheit braucht, viel Volumen hat oder tief anpassen will. Erst nach dem ersten Jahr Cloud-Erfahrung.
Public API: n8n von außen steuern
Alles, was du in der Oberfläche klickst, geht auch per Programm: Workflows anlegen, aktivieren, Läufe abfragen. Schlüssel unter Einstellungen → n8n API → „Create an API key“. Wähl eine Aktion, die Seite baut den Aufruf.
n8n lokal installieren: Schritt für Schritt
Mit Docker läuft n8n auf jedem Rechner gleich. Wähl dein System, trag den Ordner ein, den n8n sehen soll, und die Seite baut dir den Befehl.
Dein Befehl
OpenRouter: ein Schlüssel, alle Modelle
OpenRouter ist ein Zwischenhändler für Sprachmodelle: ein Konto, ein API-Schlüssel, und du kannst zwischen Modellen von OpenAI, Anthropic, Google, Mistral, Meta und anderen wechseln, ohne bei jedem Anbieter ein Konto anzulegen. Bezahlt wird pro Anfrage, Guthaben vorab. Für die lokale Installation der einfachste Weg zu KI in n8n.
Fortschritt
Noch kein Schritt abgehakt.
Entscheidungshilfe: Welches Modell?
Modellnamen ändern sich alle paar Monate, die Kriterien nicht. Klick die Aufgabe an.
Merksatz: Cloud zum Lernen und Loslegen, Self-Hosted für Datenhoheit und Volumen. Die API ist die Oberfläche ohne Maus: mächtig, deshalb der Schlüssel wie ein Passwort.