KI-Manager:in · Präsentation · Teil 9
Dein Abschlussprojekt
Folien zum KI-Manager-Lernpfad: Kursbuch fertigstellen, eigenes Fazit ohne KI, Präsentation mit Stoppuhr proben, Feedback, Rückblick und KI-Kompetenz.
Ein Kurs von Erik Lorenscheit, Gründer von hilfmirmal · Zuletzt aktualisiert am
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Teil 9 · Dein Abschlussprojekt
Dein Kursbuch, dein Thema
Kein neuer Stoff. In diesem Teil bringst du zu Ende, was du über acht Lerntage aufgebaut hast: dein KI-Kursbuch und eine Präsentation über dein eigenes Thema in zehn Minuten.
- Kursbuch fertigstellen
- Präsentation proben
- Zurückschauen und weiterlernen
hilfmirmal.de · KI-Manager:in
Erklärung zur Folie
In diesem Teil lernst du nichts Neues. Du machst fertig, was du angefangen hast. Am Ende stehen zwei Dinge: dein KI-Kursbuch als sauberes PDF und eine Präsentation, in der du dein eigenes Thema in zehn Minuten zeigst.
Zuerst geht es ums Kursbuch: Aufbau, Checkliste, die Spuren von kopiertem KI-Text und dein Fazit, das du ohne KI schreibst. Dann bereitest du die Präsentation vor und probst sie allein mit Stoppuhr. Zum Schluss schaust du auf die acht Lerntage zurück, nach vorne in deinen Beruf und auf die Frage, was KI-Kompetenz nach dem AI Act bedeutet.
Die Checklisten aus diesem Teil findest du auch in der Projektansicht des Lernpfads zum Abhaken.
Zwei Ergebnisse, ein Abschluss
Dein Kursbuch
- Ein Kapitel pro Lerntag, Fazit und Glossar.
- Sauber formatiert, als PDF gespeichert.
- Dein Nachschlagewerk für später.
Deine Präsentation
- Dein eigenes Thema in zehn Minuten.
- Ein Satz, drei Punkte, ein Fazit.
- Einmal laut mit Stoppuhr geprobt.
Merk dir
Heute darfst du noch Fehler machen. Die Probe ist genau dafür da.
Erklärung zur Folie
Das Kursbuch ist das, was bleibt. Du hast nach jedem Lerntag hineingeschrieben, was du gelernt und ausprobiert hast. Jetzt machst du daraus ein Dokument, in dem du in drei Monaten noch etwas findest.
Die Präsentation ist der zweite Teil. Du zeigst dein eigenes Thema, also das, was du über die Lerntage mit KI-Werkzeugen getestet und erarbeitet hast. Zehn Minuten, nicht mehr.
Plan beides so, dass vor dem Ernstfall noch eine Probe Platz hat. Beim ersten Durchlauf darfst du Fehler machen. Genau dafür ist er da.
Zum Ausprobieren: Copilot prüft dein Kursbuch
- Lade dein Kursbuch in Copilot hoch oder öffne es in Word mit Copilot.
- Füge den Prüf-Prompt von der nächsten Folie ein.
- Notiere die drei wichtigsten Lücken. Ändere nicht alles sofort.
- Prüf jede Aussage selbst nach.
Achtung
Copilot ist Prüfer, nicht Autor. Das Fazit schreibt er nicht, auch keinen Entwurf.
Erklärung zur Folie
Hier nutzt du KI als zweites Paar Augen. Copilot geht eine Checkliste durch und sagt dir pro Punkt: vorhanden, fehlt oder unklar. Das dauert etwa zwanzig Minuten und zeigt dir schnell, wo du nacharbeiten musst.
Zwei Dinge dazu. Erstens kann Copilot sich irren. Sagt er, das Inhaltsverzeichnis fehlt, schau selbst nach. Er ist ein zweites Paar Augen, kein Gutachter. Erinnere dich an Teil 1: Ein KI-Ergebnis ist ein Vorschlag, den jemand prüft.
Zweitens schreibt Copilot dein Fazit nicht. Das Fazit ist deine eigene Stimme. Nutz dafür ein Konto, in das dein Kursbuch gehört, etwa dein Firmenkonto, und kein privates Konto, wenn persönliche Daten darin stehen. Warum, klärt Teil 6.
Der Prüf-Prompt zum Kopieren
Prüfe dieses Dokument gegen diese Checkliste: Deckblatt mit Titel, Name, Datum und Bild. Inhaltsverzeichnis mit Seitenzahlen. Ein Kapitel pro Lerntag mit Begriffen, Beispielen und Screenshots. Persönliches Fazit. Glossar mit zwei bis vier Seiten. Reste von kopiertem KI-Text wie überflüssige Striche, Sternchen, Rauten oder Formatierungsreste. Gib mir pro Punkt: vorhanden, fehlt oder unklar, mit Seitenzahl. Schreib keine Texte für mich, und schreib auf keinen Fall ein Fazit.
Erklärung zur Folie
Der Prompt hat drei Teile. Zuerst die Checkliste, also genau das, was in deinem Kursbuch stehen soll. Dann das Format der Antwort: pro Punkt vorhanden, fehlt oder unklar, mit Seitenzahl. So kannst du jede Aussage schnell nachprüfen.
Der dritte Teil ist die Grenze: keine Texte schreiben, kein Fazit. Ohne diesen Satz bieten dir viele Chatbots sofort an, die Lücken gleich selbst zu füllen. Das willst du nicht.
Du kennst das Muster aus Teil 2: Ein guter Prompt sagt, was zu tun ist, in welcher Form das Ergebnis kommt und was ausdrücklich nicht passieren soll.
Der Aufbau deines Kursbuchs
| Teil | Was hineingehört |
|---|---|
| Deckblatt | Titel, Name, Datum, ein passendes Bild |
| Inhaltsverzeichnis | mit echten Seitenzahlen, ganz am Ende aktualisiert |
| Kapitel 1 bis 8 | ein Kapitel pro Lerntag: Begriffe, Beispiele, Screenshots, Notizen |
| Fazit | eine Seite, selbst geschrieben, ohne KI |
| Glossar | die wichtigsten Fachbegriffe, zwei bis vier Seiten |
Erklärung zur Folie
Das ist das Pflichtprogramm. Das Deckblatt hast du vielleicht schon in Teil 1 mit einem KI-Bild gebaut. Vergiss nicht zu notieren, womit das Bild entstanden ist.
Acht Lerntage, acht Kapitel. Wenn ein Kapitel dünn ist, ergänz es jetzt mit einem Beispiel oder Screenshot. Dafür lohnt ein Blick zurück in den passenden Lerntag des Lernpfads.
Das Glossar erklärt die wichtigsten Fachbegriffe kurz in deinen eigenen Worten. Zwei bis vier Seiten reichen. Als Vorlage zum Abgleichen hilft das Glossar des Lernpfads. Übernimm aber nicht einfach die Sätze, schreib sie so, wie du sie verstehst.
Checkliste: Form und PDF
- Klare Überschriften mit einheitlichen Formatvorlagen.
- Inhaltsverzeichnis ganz am Ende noch einmal aktualisieren.
- Als PDF exportieren, keine Word-Datei, kein Link.
- Ein Dateiname, den du wiederfindest, etwa
Vorname-Nachname-Kursbuch..pdf - Das PDF selbst öffnen: Stimmen Seitenzahlen, Bilder, Verzeichnis?
Merk dir
Was du im PDF siehst, sehen auch alle anderen.
Erklärung zur Folie
Beim letzten Schritt passieren die dummen Fehler. Wenn du kurz vor Schluss noch Seiten einfügst, stimmt das Inhaltsverzeichnis nicht mehr. In Word klickst du mit der rechten Maustaste aufs Verzeichnis, wählst „Feld aktualisieren“ und dann „Gesamtes Verzeichnis“.
Exportier das Kursbuch als PDF, in Word über „Datei“ und „Exportieren“ oder „Speichern unter“. Ein PDF sieht auf jedem Gerät gleich aus.
Und dann öffnest du das PDF einmal selbst. Sind die Bilder da? Stimmen die Seitenzahlen? Ist das Verzeichnis aktuell? Plan dafür etwas Puffer ein, falls der Export zickt.
Copy-Paste-Reste finden und entfernen
| Rest | So sieht es aus | Was tun |
|---|---|---|
| Sternchen | **Fazit:** statt fett |
suchen und ersetzen |
| Rauten | ## Was ich gelernt habe |
suchen und ersetzen |
| Striche | ---, _, *** und lange Striche im Satz |
löschen |
| Fremde Schrift | andere Schrift, grauer Hintergrund | Formatierung löschen |
| Chatbot-Sätze | „Gern helfe ich dir bei weiteren Fragen!“ | raus |
Merk dir
In Word: Suchen und Ersetzen, einmal nach **, einmal nach #, einmal nach langen Strichen.
Erklärung zur Folie
Text aus einem Chatbot bringt Spuren mit. Doppelte Sternchen, wo eigentlich fett stehen sollte. Rauten vor Überschriften. Lange Striche mitten im Satz. Eine andere Schrift, manchmal ein grauer Hintergrund.
Und manchmal steht noch der Chatbot selbst im Text: „Gern helfe ich dir weiter“ oder „Hier ist eine Übersicht“. Das fällt beim Lesen sofort auf, und es zeigt, dass niemand den Text noch einmal angeschaut hat.
Nutz Suchen und Ersetzen. Für fremde Schriften markierst du den Text und löschst die Formatierung. Das dauert etwa zehn Minuten und macht dein Kursbuch deutlich besser.
Ein gutes Fazit schreibst du selbst
- Was habe ich gelernt? Konkret, nicht „viel Neues“.
- Was nehme ich mit? Was du ab jetzt tatsächlich anders machst.
- Welche Fragen sind noch offen? Offene Fragen sind erlaubt.
Eine Seite reicht. Konkrete Situationen statt allgemeiner Sätze.
Achtung
Beim Fazit ist KI komplett tabu. Auch kein Entwurf, auch kein Umformulieren.
Erklärung zur Folie
Das Fazit ist der persönlichste Teil deines Kursbuchs und der einzige, bei dem KI komplett tabu ist. Drei Fragen tragen es: Was habe ich gelernt? Was nehme ich mit in meinen Alltag oder Beruf? Welche Fragen sind noch offen?
Es muss nicht glänzen. Ehrlich und konkret ist wichtiger als schön. Eine Seite reicht.
Offene Fragen sind übrigens kein Makel. Wer nach acht Lerntagen keine offenen Fragen hat, hat nicht genau hingeschaut.
Schwacher Satz, starker Satz
Schwach
- „KI wird unsere Arbeitswelt verändern.“
- Könnte jeder schreiben.
- Kein Tool, keine Situation, kein Fehler.
Stark
- „Seit Lerntag 4 lasse ich Copilot meine Excel-Listen zusammenfassen und rechne die Summen nach. Zweimal lag er falsch.“
- Kann nur von dir kommen.
Merk dir
Ein starker Satz hat einen Zeitpunkt, ein Werkzeug, eine Erfahrung und gern einen Fehler.
Erklärung zur Folie
Leg die beiden Sätze nebeneinander. „KI wird unsere Arbeitswelt verändern“ könnte in jedem Kursbuch stehen und in jedem Zeitungsartikel. Er sagt nichts über dich.
Der zweite Satz kann nur von dir kommen. Er hat einen Zeitpunkt, ein Werkzeug, eine Erfahrung und einen Fehler. Genau solche Sätze machen ein Fazit wertvoll, auch für dich selbst, wenn du es später wieder liest.
Geh deine Kapitel durch und such dir drei solche Momente: Wo hat ein Werkzeug dich überrascht, wo lag es daneben, was machst du seitdem anders?
Dein Auftrag: dein Fazit
- Nimm dir etwa 45 Minuten, ohne KI-Werkzeug im Hintergrund.
- Beantworte die drei Fragen: gelernt, mitnehmen, offen.
- Nenn zu jeder Antwort einen Lerntag, ein Werkzeug und was passiert ist.
- Schreib auch auf, was nicht geklappt hat.
- Lies es am Ende einmal laut. Klingt es nach dir?
Erklärung zur Folie
Schreib das Fazit in einem Zug, ohne zwischendurch einen Chatbot zu fragen. Wenn dir ein Satz zu allgemein vorkommt, frag dich: Welcher Lerntag, welches Tool, was ist passiert?
„KI verändert die Arbeitswelt“ zählt nicht. „Beim Datenschutz habe ich gemerkt, dass ich vorher Kundendaten ins private Konto kopiert hätte“ zählt, wenn es so war. Erfinde nichts, schreib auf, was du erlebt hast.
Der laute Test am Ende hilft: Klingt der Text nach dir, oder nach einem Bewerbungsschreiben? Wenn Letzteres, streich die Floskeln.
Checkliste für deine 10 Minuten
- Thema in einem Satz: Damit fängst du an.
- Drei Punkte, die du zeigst: nicht fünf.
- Fazit: Was hast du gelernt, was hat dich überrascht?
- Begleitmaterial: Folien, ein Tool live, Screenshots oder eine Mischung.
- Plan B: Screenshots vom Ergebnis, falls die Demo hängt.
Merk dir
Thema, drei Punkte, Fazit. Mehr passt nicht in zehn Minuten.
Erklärung zur Folie
Das ist dein Gerüst. Ein Satz, der dein Thema erklärt. Drei Punkte, die du zeigst, nicht fünf. Und ein Fazit: Was hast du gelernt, was hat dich überrascht?
Du brauchst Begleitmaterial, nur reden reicht nicht. Das können Folien sein, ein Werkzeug, das du live zeigst, Screenshots oder eine Mischung. Wie dir KI beim Bauen der Folien hilft, zeigt Teil 7.
Und wer live etwas zeigt, hat einen Plan B. Die Demo hängt, das Netz streikt, Copilot antwortet nicht. Dann zeigst du Screenshots vom Ergebnis. Die machst du jetzt, nicht kurz vorher.
Die Zeitregel: zehn Minuten sind zehn Minuten
- Startmit deinem ersten Satz
- 8 MinutenZeichen, jetzt zum Fazit
- 10 MinutenSchluss, auch mitten im Satz
- Rückfragen5 Minuten
Stell dir zwei Wecker: einen auf 8 Minuten, einen auf 10.
Erklärung zur Folie
Die Stoppuhr startet mit deinem ersten Satz. Bei acht Minuten kommt das Zeichen: noch zwei Minuten, jetzt gehst du zu deinem Fazit. Bei zehn Minuten ist Schluss, auch mitten im Satz. Danach gibt es fünf Minuten für Rückfragen.
So streng ist das, weil die Zeit der schwierigste Teil ist. Die meisten sind beim ersten Durchlauf zu lang. Das ist normal.
Wenn du allein probst, ersetzt dein Handy das Zeichen: ein Wecker auf acht Minuten, einer auf zehn. Wer das Zeichen hört und sauber zum Schluss kommt, hat die Zeit im Griff.
Zum Ausprobieren: der Probedurchlauf
- Halte die Präsentation einmal komplett und laut, mit Stoppuhr.
- Sprich so, als säße jemand vor dir. Nicht im Kopf, nicht flüstern.
- Nimm dich auf, wenn du magst, mit Bild oder nur Ton.
- Notiere die Zeit und die Stelle, an der du beim Zeichen warst.
Erklärung zur Folie
Der Probedurchlauf läuft unter echten Bedingungen: einmal komplett, laut, mit Stoppuhr und Zeichen bei acht Minuten. Erst dann weißt du, wie lang deine Präsentation wirklich ist. Im Kopf durchgehen täuscht fast immer.
Eine Aufnahme hilft sehr, auch wenn es unangenehm ist, sich selbst zu hören. Du merkst, wo du ins Stocken kommst, wo du zu schnell wirst und welche Folie zu voll ist.
Heute findest du heraus, was du streichst. Schreib nach dem Durchlauf sofort auf, was dir aufgefallen ist, bevor du es vergisst.
Feinschliff: streichen statt schneller reden
- Zu lang? Streich einen ganzen Punkt.
- Erster Satz: dein Thema in einem Satz.
- Letzter Satz: dein Fazit.
- Demo einmal durchklicken: Ist das Tool eingeloggt, liegen die Dateien bereit?
- Wasser bereitstellen.
Merk dir
Schneller reden hilft nicht. Das hören alle.
Erklärung zur Folie
Wer beim Probedurchlauf zu lang war, streicht einen ganzen Punkt. Drei Punkte werden zwei, nicht drei hastige. Schneller reden hilft nicht, das hören alle, und es macht dich nervöser.
Übe deinen ersten und deinen letzten Satz, bis sie sitzen. Der Rest kommt dann von selbst. Gerade der Anfang trägt dich über die Aufregung.
Und klick deine Demo einmal durch. Ist das Werkzeug eingeloggt? Liegen die Dateien da, wo du sie brauchst? Steht das Wasser bereit? Kleinigkeiten, die dich sonst mitten in der Präsentation aus dem Takt bringen.
Vor dem Start: Technik und Plan B
- Fenster teilen statt ganzen Bildschirm.
- Bei Video oder Audio: „Computersound einschließen“ testen.
- Benachrichtigungen aus, Mailprogramm zu.
- Nur die nötigen Tabs und Programme offen.
- Schrift groß genug für den geteilten Bildschirm.
- Plan B bereit: Screenshots, falls die Demo hängt.
Erklärung zur Folie
Wenn du online präsentierst, teil lieber ein Fenster als den ganzen Bildschirm. Dann sieht niemand deine anderen Programme. Dafür musst du beim Wechsel zu einem anderen Programm neu teilen. Entscheide dich vorher.
Der häufigste Fehler: Du zeigst ein Video, und niemand hört etwas. Beim Teilen gibt es den Schalter „Computersound einschließen“. Ohne ihn bleibt es still. Probier das vorher mit fünf Sekunden aus.
Mach Benachrichtigungen aus. Niemand will mitten in deiner Präsentation deine Mails sehen. Und frag die erste Person, die zuschaut, ob sie die Schrift lesen kann.
Feedback holen: konkret, freundlich, nützlich
Wer zuschaut
- Erst: Was hat funktioniert?
- Dann: Was würde ich ändern? - Beobachtung statt Urteil.
Wer präsentiert hat
- Hört zu und schreibt mit.
- Nachfragen ja, verteidigen nein.
- Entscheidet danach selbst, was davon bleibt.
Erklärung zur Folie
Feedback hilft dir am meisten, wenn du es dir gezielt holst. Halte deine Probe vor einer Person, der du vertraust: Kollegin, Freund, Partnerin. Oder schau dir deine Aufnahme mit etwas Abstand selbst an. Gib der Person diese Regeln vorher mit.
Zuerst kommt, was funktioniert hat, dann, was sie ändern würde. Und sie beschreibt, was sie beobachtet hat. „Bei der Demo war mir nicht klar, welchen Prompt du eingegeben hast“ hilft. „Die Demo war schlecht“ hilft nicht.
Du hörst zu und schreibst mit. Nachfragen ist erlaubt, rechtfertigen nicht. Danach entscheidest du selbst, was du übernimmst. Notier dir zwei Spalten: Was hat funktioniert, und was ändere ich?
Rückfragen: fünf Minuten, echte Fragen
- Bitte dein Publikum um eine echte Frage zum Inhalt, nicht zur Technik.
- Antworte kurz. Die Zeit ist knapp.
- „Das habe ich nicht getestet“ ist eine gute Antwort.
- Erfundene Antworten sind schlechter als keine.
Achtung
Du bist bei Rückfragen in derselben Lage wie ein Chatbot: Klingt plausibel ist nicht dasselbe wie stimmt.
Erklärung zur Folie
Nach den zehn Minuten kommen fünf Minuten Rückfragen. Bitte die Person, die bei deiner Probe zuschaut, um eine echte Frage: Was wollte sie wirklich wissen, als sie zugehört hat?
Kurze Antworten reichen. Und wenn du etwas nicht weißt, sag das. „Das habe ich nicht getestet“ ist eine gute Antwort. Eine erfundene Antwort ist schlechter, und das kennst du aus Teil 1: Flüssig heißt nicht richtig, das gilt auch für dich.
Wenn du selbst zuschaust, bei anderen oder in einem Video, üb das Gegenstück: Notier dir pro Präsentation eine echte Frage.
Acht Lerntage im Rückblick
| Lerntag | Thema | Phase |
|---|---|---|
| Lerntag 1 | Grundlagen der KI, Maschinelles Lernen | Verstehen |
| Lerntag 2 | KI in Branchen, Prompts, Agenten | Verstehen |
| Lerntag 3 | Algorithmen, Modelle, LLM | Verstehen |
| Lerntag 4 | Daten, Datenanalyse, RAG | Verstehen |
| Lerntag 5 | Ethik, Bias, AI Act | Verantworten |
| Lerntag 6 | Datenschutz, Sicherheit | Verantworten |
| Lerntag 7 | KI im Unternehmen, Präsentieren mit KI | Einführen |
| Lerntag 8 | Potenziale bewerten, KI-Strategie | Einführen |
Erklärung zur Folie
Acht Lerntage in einer Tabelle. Angefangen hast du mit der Frage, was KI überhaupt ist. Dann kamen Prompts und erste Agenten, Modelle und Token, Daten und warum schlechte Daten schlechte Ergebnisse liefern. Danach Ethik, AI Act, Datenschutz und wie man ein Sprachmodell überlistet. Zum Schluss KI im Unternehmen und wie man Potenziale bewertet.
Stell dir zwei Fragen: Welcher Lerntag hat dir am meisten gebracht, und warum? Was machst du seitdem anders? Schreib beide Antworten ins Kursbuch, sie passen gut ins Fazit.
Wenn ein Kapitel in deinem Kursbuch dünn ist, führt dich der Link direkt zum passenden Lerntag.
Wie geht es mit KI in deinem Beruf weiter?
| Frage | Worauf es ankommt |
|---|---|
| Welche Aufgabe gibst du an KI ab? | eine echte Aufgabe aus deinem Alltag, die erste |
| Welches Tool testest du weiter? | eins, nicht fünf |
| Welche Regel wendest du immer an? | etwa: keine personenbezogenen Daten ins private Konto |
| Was passiert mit deinem Kursbuch? | es bleibt dein Nachschlagewerk |
Erklärung zur Folie
Was du nicht festhältst, vergisst du schnell. Deshalb drei konkrete Fragen. Welche Aufgabe gibst du als Erstes an KI ab? Eine echte Aufgabe aus deinem Alltag, keine Idee für irgendwann.
Welches Tool testest du weiter? Eins, nicht fünf. Und welche Regel wendest du immer an? Meine wäre: Jede Zahl, jede Quelle und jedes Zitat wird geprüft. Eine andere gute: keine personenbezogenen Daten ins private Konto.
Schreib die drei Antworten ins Kursbuch. Es ist kein Dokument für die Schublade, sondern dein Nachschlagewerk. Schreib weiter hinein.
Weiterlernen: gute Quellen
| Quelle | Wofür | Adresse |
|---|---|---|
| KI-Campus | kostenlose Online-Kurse, viele auf Deutsch | ki-campus. |
| Elements of AI | Grundlagen ohne Mathe, auf Deutsch | elementsofai. |
| Microsoft Learn | Lernpfade zu Copilot | learn. |
| KI-Service-Desk | Hilfen der Bundesnetzagentur zum AI Act | bundesnetzagentur. |
| Deine eigenen Tests | gleiche Aufgabe, zwei Tools, Ergebnis prüfen | dein Kursbuch |
Erklärung zur Folie
Der KI-Campus hat kostenlose Kurse, viele davon auf Deutsch. Elements of AI erklärt die Grundlagen ohne Mathe. Bei Microsoft Learn findest du Lernpfade zu Copilot, also zu dem Werkzeug, das du im Job oft schon hast.
Für alles rund um den AI Act gibt es den KI-Service-Desk der Bundesnetzagentur. Dort findest du Hilfen für Unternehmen, auch zur KI-Kompetenz. Angebote und Inhalte ändern sich, schau also selbst nach, was gerade erreichbar ist, und trag die Adressen in dein Kursbuch ein.
Die beste Quelle bleibt aber dein eigener Test. Gleiche Aufgabe, zwei Tools, Ergebnis prüfen. Lesen ersetzt das nicht.
KI-Kompetenz nach Art. 4 AI Act
Unternehmen, die KI einsetzen, ergreifen Maßnahmen, um die KI-Kompetenz ihres Personals zu unterstützen.
Verordnung (EU) 2024/1689, Art. 4, sinngemäß. Gilt seit 02.02.2025, im Juli 2026 abgeschwächt. Einordnung, keine Rechtsberatung.
Erklärung zur Folie
Erinnerst du dich an Lerntag 5? Artikel 4 AI Act: Jedes Unternehmen, das KI einsetzt, muss Maßnahmen ergreifen, um die KI-Kompetenz seiner Leute zu unterstützen. Das gilt seit Februar 2025, auch für den Mittelständler, der nur Copilot nutzt. Mit dem Digital Omnibus wurde die Pflicht im Juli 2026 etwas weicher formuliert: unterstützen statt sicherstellen. Weg ist sie nicht.
Das ist dein Argument im Job. Du kannst nicht nur Prompts schreiben. Du kennst die Risikoklassen, du weißt, was beim Datenschutz zu prüfen ist, und du kannst einen Use Case nach Nutzen, Machbarkeit und Risiko bewerten.
Eine Grenze dazu: Das Gesetz schreibt kein bestimmtes Zertifikat vor. Es verlangt Kompetenz. Zeigen kannst du sie mit deinem Kursbuch und deinem Projekt. Einordnung, keine Rechtsberatung.
Dein Auftrag: dein Schlusswort
- Sag in zwei Sätzen, was du über KI kannst, so wie in einem Vorstellungsgespräch.
- Was nimmst du mit? Eine Sache, die bleibt.
- Was hat dich überrascht, positiv oder negativ?
- Was hat dir gefehlt?
- Schreib alles auf die letzte Seite deines Kursbuchs.
Erklärung zur Folie
Probier die erste Frage laut aus. Wie würdest du in einem Vorstellungsgespräch in zwei Sätzen sagen, was du über KI kannst? Nicht „Ich kenne ChatGPT“, sondern etwas wie: Ich kann einen Use Case nach Nutzen, Machbarkeit und Risiko bewerten und weiß, was beim Datenschutz zu prüfen ist.
Dann die drei Fragen zum Abschluss: Was nimmst du mit, was hat dich überrascht, was hat dir gefehlt? Die letzte Frage ist wichtig. Sie zeigt dir, wo du weiterlernen willst.
Und wenn du in drei Monaten an einer KI-Frage hängst: Dein Kursbuch hat die Antwort wahrscheinlich schon.
Prüf dich selbst
Wofür nutzt du Copilot beim Kursbuch, und wofür nicht?
Antwort
Als Prüfer, der Lücken findet. Nicht als Autor, und nie fürs Fazit.
Welche drei Fragen tragen dein Fazit?
Antwort
Was habe ich gelernt? Was nehme ich mit? Welche Fragen sind noch offen?
Woran erkennst du Copy-Paste-Reste?
Antwort
Sternchen, Rauten, überflüssige Striche, fremde Schriften, Chatbot-Sätze.
Was passiert bei 8 und bei 10 Minuten?
Antwort
Bei 8 Minuten kommt das Zeichen, du gehst zum Fazit. Bei 10 Minuten ist Schluss, auch mitten im Satz.
Du bist zu lang. Was tust du?
Antwort
Einen ganzen Punkt streichen. Schneller reden hilft nicht.
Was verlangt Art. 4 AI Act?
Antwort
Unternehmen, die KI einsetzen, unterstützen die KI-Kompetenz ihres Personals. Ein bestimmtes Zertifikat schreibt das Gesetz nicht vor.
Erklärung zur Folie
Beantworte die Fragen zuerst ohne nachzuschauen, dann klapp die Antworten auf. Wenn du bei einer Frage unsicher warst, geh zur passenden Folie zurück.
Die drei Gedanken, die du aus diesem Teil mitnimmst: KI darf prüfen, aber deine eigene Stimme schreibst du selbst. Zehn Minuten sind zehn Minuten, also streichen statt schneller reden. Und dein Kursbuch ist kein Abschluss, sondern dein Nachschlagewerk für alles, was nach diesem Kurs kommt.
Weiter im Kurs
- LernpfadLerntage zum Nachklicken8 · KI-Potenziale bewerten, KI-Konzepte
- LernpfadProjekt: Kursbuch und Präsentation
- GlossarKI-Glossar mit 93 Begriffen
ErikDir reicht Selbstlernen nicht? Dann lernst du das mit mir 1:1. Auf Wunsch bringe ich es auch Unternehmerinnen, Unternehmern und ganzen Teams bei. Schreib mir, was du brauchst.
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