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KI-Manager:in · Präsentation · Teil 7

KI abgrenzen, Wirtschaft und Präsentieren

Folien zum KI-Manager-Lernpfad: KI, Regel und Statistik unterscheiden, AlphaFold, Arbeitswelt 2030, drei Stufen, Präsentieren mit KI, Art. 50.

Ein Kurs von Erik Lorenscheit, Gründer von hilfmirmal · Zuletzt aktualisiert am

Teil 7 · KI abgrenzen, Wirtschaft und Präsentieren

Nicht alles, was schlau wirkt, ist KI

Ein Anbieter schreibt KI auf sein Produkt, dahinter steckt eine Wenn-dann-Regel. In diesem Teil lernst du, das zu unterscheiden. Dann schaust du, was KI in Forschung und Arbeitswelt wirklich leistet, und baust eine Präsentation mit KI.

Dein Weg durch diesen Teil
  1. Regel, Statistik oder KI
  2. Forschung und Arbeitswelt
  3. Präsentieren mit KI

hilfmirmal.de · KI-Manager:in

Erklärung zur Folie

In Teil 6 ging es um Datenschutz und Sicherheit. Jetzt kommt eine Frage, die du als KI-Managerin oder KI-Manager ständig beantworten musst: Ist das überhaupt KI? Viele Produkte tragen das Etikett, und dahinter steckt eine einfache Regel. Das ist nicht schlimm. Aber es ändert, was du prüfen musst und welche Regeln gelten.

Danach schaust du, was KI in der Forschung tatsächlich geleistet hat, wie sich die Arbeitswelt bis 2030 verändern könnte und wo die meisten Unternehmen heute stehen. Zum Schluss geht es ums Präsentieren mit KI. Das brauchst du für deine Präsentation im Abschlussprojekt, um das es in Teil 9 geht.

Zum Ausprobieren: Wie automatisierbar ist dein Beruf?

  1. Öffne job-futuromat.iab.de, kostenlos im Browser, ohne Anmeldung.
  2. Gib deinen Beruf ein oder den, den du am besten kennst.
  3. Notier den Prozentwert und die Tätigkeiten, nicht nur die Zahl.
  4. Welche Tätigkeit überrascht dich? Wo widersprichst du?

Merk dir

Der Wert sagt, was technisch ginge. Nicht, ob dein Job verschwindet.

Erklärung zur Folie

Fang mit deinem eigenen Beruf an. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, kurz IAB, hat dafür den Job-Futuromat gebaut. Du gibst einen Beruf ein, etwa „Kaufmann/-frau für Büromanagement“, und bekommst einen Prozentwert. Er sagt: So viele der typischen Tätigkeiten in diesem Beruf könnten heute schon technisch von Computern oder computergesteuerten Maschinen übernommen werden.

Wichtig ist das Wort „könnten“. Ob ein Unternehmen das wirklich macht, hängt von Kosten, Qualität und Recht ab. Schau dir deshalb nicht nur die Zahl an. Klapp die Tätigkeiten auf und frag dich: Welche davon machen deine Arbeit aus? Stimmst du der Einschätzung zu? Nimm dir eine Viertelstunde und notier das Ergebnis in deinem Kursbuch.

Was der Futuromat misst und was nicht

Misst

  • Ob es für eine Tätigkeit schon eine Technik gibt.
  • 38 % der Beschäftigten arbeiten in Berufen, in denen mindestens 70 % der Tätigkeiten ersetzbar wären.
  • Stärkster Anstieg: Expertenberufe.

Misst nicht

  • Ob Stellen wegfallen.
  • Ob sich die Technik lohnt.
  • Ob sie erlaubt ist.

Quelle: IAB-Kurzbericht 5/2024, Datenstand 2022.

Merk dir

Machbar heißt nicht wirtschaftlich.

Erklärung zur Folie

Was steckt hinter der Zahl? Das IAB schaut sich für jeden Beruf die typischen Tätigkeiten an und fragt: Gibt es dafür schon eine Technik? Das Fachwort dafür ist Substituierbarkeitspotenzial. Es ist eine Aussage über Tätigkeiten, nicht über Stellen.

Die Auswertung von 2024 mit Daten von 2022 sagt: 38 % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiten in Berufen, in denen mindestens 70 % der Tätigkeiten technisch ersetzbar wären. 2019 waren es 34 %. Spannend ist, wo der Wert am stärksten gestiegen ist: nicht bei den Helferberufen, sondern bei den Expertenberufen, typischerweise mit Studium. Plus zehn Prozentpunkte in drei Jahren. Der Grund ist vor allem generative KI. Texte schreiben, Code schreiben, zusammenfassen: Das ist Arbeit am Schreibtisch.

Das IAB sagt selbst: In keinem Beruf lassen sich alle Tätigkeiten vollständig automatisieren. Technisch machbar heißt nicht, dass es sich lohnt oder erlaubt ist.

Was KI ist: die Definition im AI Act

„Ein maschinengestütztes System, das aus Eingaben ableitet, wie es Ausgaben erzeugt.“

Verordnung (EU) 2024/1689, Art. 3 Nr. 1, verkürzt. Einordnung, keine Rechtsberatung.

Erklärung zur Folie

Die Definition kennst du aus Teil 1. Jetzt schärfst du sie. Das entscheidende Wort ist „ableiten“. Ein KI-System bekommt Eingaben, etwa Text, Bilder oder Messwerte, und leitet daraus selbst ab, was es ausgibt: eine Vorhersage, einen Text, eine Empfehlung, eine Entscheidung. Niemand hat ihm Schritt für Schritt vorgeschrieben, wie es dahin kommt.

Der volle Wortlaut nennt noch zwei Dinge. Das System arbeitet mit einem gewissen Grad an Selbstständigkeit. Und es kann sich nach dem Start anpassen. Kann, nicht muss.

Warum ist das für dich wichtig? Nur was unter diese Definition fällt, fällt unter die KI-Verordnung. Wer eine einfache Regel als KI verkauft, macht Marketing. Wer eine echte KI als simple Software abtut, übersieht Pflichten. Im Zweifel prüft das die Rechtsabteilung. Einordnung, keine Rechtsberatung.

KI, Automatisierung oder Statistik?

Beispiel Lösung
Eine Rechnung über 5.000 € geht zur Freigabe an die Chefin Regel, keine KI
Umsatzprognose per Trendlinie in Excel Statistik
Mail wird per Filterregel in einen Ordner sortiert Automatisierung
Chatbot beantwortet freie Kundenfragen KI
Kamera erkennt Kratzer auf Bauteilen KI

Merk dir

Je unschärfer und variabler die Eingabe, desto eher KI. Das Ableiten ist der Unterschied zur Regel.

Erklärung zur Folie

Deck die rechte Spalte ab und rate zuerst selbst. Bei der Rechnung über 5.000 € hat ein Mensch die Grenze festgelegt. Das System leitet nichts ab, es ist eine Regel.

Die Trendlinie in Excel ist Statistik. Die Rechenmethode steht fest, sie lernt nichts dazu. Die Grenze zum maschinellen Lernen ist hier übrigens fließend. Die Erwägungsgründe zur KI-Verordnung nehmen einfache Prognosen dieser Art ausdrücklich aus. Der Mailfilter mit fester Regel ist Automatisierung. Ein Spamfilter, der aus Beispielen lernt, wäre dagegen KI.

Der Chatbot mit freien Fragen und die Kamera, die Kratzer erkennt, sind KI. Beide leiten aus Eingaben ab, die niemand vorher genau so programmiert hat. Merk dir: Regel heißt, ein Mensch hat das Ergebnis vorgegeben. KI heißt, das System hat den Weg aus Daten gelernt.

Warum die Abgrenzung dir Geld spart

Erst unterscheiden, dann entscheiden
  1. Neue Aufgabe im Unternehmen
  2. Reicht eine Regel?
  3. verzweigt in:
    • jaKeine KI kaufenbillig, prüfbar, erklärbar
    • neinKI prüfenbei unklaren, variablen Eingaben
  • Regel: kostet wenig, macht jedes Mal dasselbe, du kannst jederzeit erklären, warum.
  • KI: verarbeitet freie Texte, Bilder, Sprache. Braucht Tests, Aufsicht und Schulung.
  • Regel plus KI: Die Regel fängt die klaren Fälle, die KI den Rest.
Erklärung zur Folie

Warum so viel Wert auf die Abgrenzung? Weil du im Unternehmen oft die Person bist, die entscheidet, was gekauft wird. Eine Regel kostet wenig, macht jedes Mal dasselbe, und du kannst jederzeit erklären, warum etwas passiert ist. KI kann mehr: Sie verarbeitet freie Texte, Bilder und Sprache. Dafür macht sie Fehler, die du testen und beaufsichtigen musst. Und für sie gilt Artikel 4 der KI-Verordnung: Das Unternehmen muss Maßnahmen ergreifen, um die KI-Kompetenz seiner Leute zu unterstützen. Das kennst du aus Teil 5.

Die beste Lösung ist oft eine Mischung. Die KI liest die eingehende Mail und erkennt: Das ist eine Reklamation. Ab da übernimmt eine feste Regel und schickt sie an die richtige Abteilung.

Frag also immer zuerst: Würde eine Regel reichen? Überleg dir dazu ein Beispiel aus deinem Job, wo schon eine feste Regel läuft, die niemand KI nennen würde.

KI in der Forschung: AlphaFold

  • Problem: Was ein Protein kann, hängt von seiner Form ab. Die im Labor zu bestimmen, dauerte oft Monate oder Jahre.
  • Lösung: AlphaFold von Google DeepMind sagt die Form aus der Abfolge der Bausteine voraus.
  • Umfang: rund 200 Millionen Strukturen vorhergesagt.
  • 2024: Chemie-Nobelpreis für Demis Hassabis und John Jumper.
  • Aber: Das Labor prüft weiterhin nach.

Quelle: Nobelpreis für Chemie 2024, Pressemitteilung auf nobelprize.org.

Erklärung zur Folie

Jetzt zu dem, was KI in der Forschung tatsächlich geleistet hat. Keine Versprechen, sondern Ergebnisse. Proteine sind die Werkzeuge in unseren Zellen. Was ein Protein kann, hängt von seiner dreidimensionalen Form ab. Diese Form im Labor zu bestimmen, hat früher oft Monate oder Jahre gedauert.

Google DeepMind hat mit AlphaFold ein Modell gebaut, das die Form aus der Abfolge der Bausteine vorhersagt. Damit wurde die Struktur von praktisch allen rund 200 Millionen bekannten Proteinen vorhergesagt. Dafür ging 2024 eine Hälfte des Nobelpreises für Chemie an Demis Hassabis und John Jumper. Die andere Hälfte bekam David Baker für computergestütztes Proteindesign. Wenn du magst, ruf unter alphafold.ebi.ac.uk selbst ein Protein auf.

Und jetzt der wichtige Teil: Das ist eine Vorhersage. Für ein Medikament prüft das Labor weiterhin nach. KI spart hier Jahre an Suche. Sie ersetzt nicht den Beweis.

Wetter und Medizin: KI beschleunigt, der Mensch prüft

Wetter

  • GraphCast: 10-Tage-Prognose in unter einer Minute.
  • Das klassische Physikmodell braucht Stunden.
  • Das Europäische Wetterzentrum nutzt seit 2025 ein KI-Modell im Regelbetrieb.
  • Das Physikmodell läuft parallel weiter.

Medizin

  • KI wertet Röntgen- oder Mammografiebilder aus.
  • Sie markiert auffällige Stellen, ein zweites Paar Augen.
  • Entscheiden und haften tun Ärztinnen und Ärzte.

Merk dir

KI beschleunigt. Der Mensch prüft.

Erklärung zur Folie

Klassische Wettermodelle rechnen Physik auf Supercomputern. Das dauert Stunden. GraphCast von Google DeepMind hat aus Jahrzehnten Wetterdaten gelernt und rechnet eine Zehn-Tage-Prognose in unter einer Minute. In der Studie (Lam und andere, Science 2023) war es bei 90 % der geprüften Kombinationen aus Wettergröße und Vorhersagezeitraum genauer als das damalige Standardmodell des Europäischen Wetterzentrums.

Das Europäische Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage betreibt seit dem 25.02.2025 selbst ein KI-Modell im Regelbetrieb. Aber das Physikmodell läuft parallel weiter. Man vertraut nicht blind, man vergleicht.

In der Medizin hilft KI zum Beispiel beim Auswerten von Röntgen- oder Mammografiebildern. Sie markiert auffällige Stellen. Entscheiden und haften tun weiterhin Menschen. Solche Systeme sind nach dem AI Act typischerweise Hochrisiko. Zahlen zur Treffsicherheit nenne ich hier bewusst nicht: Die Studienlage musst du für jede Anwendung einzeln prüfen. Das Muster in allen drei Beispielen ist dasselbe: KI beschleunigt, der Mensch prüft.

Arbeitswelt 2030: was die Studien sagen

Quelle Aussage
WEF rund 170 Millionen neue Jobs weltweit bis 2030
WEF rund 92 Millionen Jobs fallen weg
WEF knapp 40 % der Fähigkeiten ändern sich
BMAS-Denkfabrik Szenarien statt Prognose
BMAS-Denkfabrik starke KI bis 2030 nicht erwartet

Quellen: World Economic Forum, Future of Jobs Report 2025 (Januar 2025, weltweit); Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft des BMAS.

Erklärung zur Folie

Was passiert mit Arbeit bis 2030? Zwei Quellen solltest du kennen. Das Weltwirtschaftsforum befragt alle paar Jahre große Arbeitgeber weltweit, für den Report von 2025 über 1.000. Sie erwarten bis 2030 rund 170 Millionen neue Jobs und 92 Millionen, die wegfallen. Unterm Strich ein Plus von 78 Millionen. Und knapp 40 % der Fähigkeiten, die heute in Jobs gebraucht werden, ändern sich. Achtung: Das sind Erwartungen von Arbeitgebern, keine Messung. Und es ist die ganze Welt, nicht Deutschland.

Die Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft im Bundesarbeitsministerium geht anders vor. Ihre Studie „Generative KI: Technologieszenarien und Auswirkungen auf Arbeit bis 2030“ macht keine Prognose, sondern entwirft Szenarien. Die Kernaussage: Die Auswirkungen sind offen und hängen stark von Entscheidungen in Politik und Unternehmen ab. Eine starke KI, die wie ein gleichwertiger Kollege arbeitet, erwartet die Studie bis 2030 nicht.

Für dich heißt das: Niemand weiß es genau. Wer dir eine exakte Zahl für deinen Job verspricht, rät.

Demografie: KI trifft auf fehlende Leute

  • Die Babyboomer gehen in den nächsten 15 Jahren in Rente.
  • 13,3 Millionen Erwerbspersonen erreichen bis 2040 das Rentenalter.
  • Weniger Nachwuchs rückt nach.
  • Die Frage lautet oft nicht: Nimmt KI Stellen weg? Sondern: Wer macht die Arbeit, wenn Leute fehlen?

Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Juni 2026, Mikrozensus 2025, vorläufig.

Merk dir

KI soll Lücken füllen, nicht nur Stellen streichen.

Erklärung zur Folie

In Deutschland kommt ein zweiter Trend dazu, und der ist sicherer als jede KI-Prognose: die Demografie. Die geburtenstarken Jahrgänge, die Babyboomer, gehen in Rente. Das Statistische Bundesamt hat gerechnet: Bis 2040 überschreiten 13,3 Millionen Erwerbspersonen das Rentenalter von 67. So viele junge Leute kommen nicht nach.

Das verändert die Frage. In vielen Branchen geht es nicht darum, ob KI Stellen wegnimmt, sondern darum, wer die Arbeit macht, wenn die Leute fehlen. Denk an Pflege, Handwerk oder Verwaltung.

Überleg dir für deine eigene Branche: Wo fehlen heute schon Leute? Und welche Tätigkeit dort könnte KI übernehmen?

KI im Unternehmen: drei Stufen

Wie KI im Unternehmen ankommt
  1. Stufe 1Chat-Assistent
  2. Stufe 2Assistent in der App
  3. Stufe 3Automatisierung mit KI
  • Stufe 1: Copilot Chat oder ChatGPT. Der Mensch fragt und prüft.
  • Stufe 2: Copilot in Word oder Outlook. Der Mensch gibt frei.
  • Stufe 3: Ein Ablauf liest Mails, sortiert und antwortet. Er läuft allein.

Achtung

Je höher die Stufe, desto mehr Zeit sparst du und desto wichtiger werden Tests, Protokolle und klare Verantwortung.

Erklärung zur Folie

Wie kommt KI im Unternehmen tatsächlich an? Meist in drei Stufen. Stufe eins ist der Chat-Assistent. Jemand öffnet Copilot oder ChatGPT, stellt eine Frage und kopiert die Antwort. Das ist einfach und günstig, aber jede Person macht es anders.

Stufe zwei: Die KI sitzt direkt in der Anwendung. Copilot in Word fasst ein Dokument zusammen, Copilot in Outlook entwirft eine Antwort. Der Mensch sieht das Ergebnis und gibt es frei. Welche Copilot-Funktionen verfügbar sind, hängt von der Lizenz ab.

Stufe drei ist die Automatisierung. Ein Ablauf liest eingehende Mails, erkennt das Anliegen und legt einen Vorgang an, ohne dass jemand klickt. Hier bist du bei den Agenten aus Teil 2. Je höher die Stufe, desto weniger steuert der Mensch im Einzelfall.

Wo die meisten Unternehmen wirklich stehen

  • Viele starten mit Stufe eins oder stehen noch davor.
  • Häufigster Einsatz: Texte lesen und schreiben.
  • Größte Bremse: fehlendes Wissen.
  • Einzelne nutzen einen Chat-Assistenten, oft ohne Regeln.

Merk dir

Dein erster Job: Stufe eins sicher und nützlich machen. Dann gezielt Stufe zwei und drei.

Erklärung zur Folie

Erinnere dich an die Zahlen aus Teil 1: 2025 nutzt ein gutes Viertel der Unternehmen in Deutschland KI, 26 % laut Statistischem Bundesamt. Am häufigsten für Texte. Und der wichtigste Grund, warum der Rest es nicht tut, genannt von 72 % der Nicht-Nutzer: fehlendes Wissen.

Das heißt: Die meisten Unternehmen stehen auf Stufe eins oder davor. Einzelne Beschäftigte nutzen einen Chat-Assistenten, oft ohne Regeln.

Dein erster Job als KI-Managerin oder KI-Manager ist deshalb nicht der große Agent. Dein erster Job ist, Stufe eins sicher und nützlich zu machen: Welches Werkzeug, welche Daten dürfen hinein, wer schult? Wie du das mit einer Reifegradanalyse bewertest, zeigt Teil 8.

Deine Präsentation: zehn Minuten, eine Kernaussage

  1. Eine Kernaussage, nicht zehn.
  2. Etwa eine Folie pro Minute.
  3. Der eigene Test schlägt die fremde Theorie.
  4. KI baut den Entwurf, du die Aussage.
  5. Jede Zahl mit Quelle.
Erklärung zur Folie

Im Abschlussprojekt präsentierst du dein Thema in zehn Minuten, mehr dazu in Teil 9. Zehn Minuten sind kurz. Du hast Platz für eine Kernaussage, nicht für zehn. Etwa eine Folie pro Minute ist ein guter Richtwert.

Was überzeugt? Dein eigener Test. „Ich habe dieselbe Aufgabe drei Werkzeugen gegeben, das kam heraus“ schlägt jede Folie mit allgemeinen KI-Sätzen.

Und die Regel für alles, was jetzt kommt: Die KI baut dir einen Entwurf. Die Aussage, die Zahlen und die Reihenfolge verantwortest du. Bevor du weiterliest, schreib deine Kernaussage in einem Satz auf.

Zum Ausprobieren: Gamma, vom Text zur fertigen Präsentation

  1. Öffne gamma.app › Create new › Generate.
  2. Prompt mit Zielgruppe, Folienzahl und „keine Zahlen erfinden“.
  3. Gliederung prüfen und ändern, bevor Folien entstehen.
  4. Theme wählen, generieren lassen.
  5. Jede Folie lesen: Was ist allgemein, was erfunden?
  6. Bei Bedarf als PowerPoint oder PDF exportieren.

Achtung

Stark im Layout, schwach im Inhalt: allgemeine Texte, erfundene Details.

Erklärung zur Folie

Gamma macht aus einem Prompt oder Text eine fertige Präsentation, Layout inklusive. Ein Prompt zum Ausprobieren: „Präsentation, 8 Folien, für eine Geschäftsführung: Wie ein Handwerksbetrieb mit 12 Beschäftigten KI für Angebote nutzt. Sachlich, keine Zahlen erfinden.“ Achte auf drei Dinge darin: Zielgruppe, Anzahl Folien und den Satz „keine Zahlen erfinden“.

Gamma zeigt dir zuerst eine Gliederung. Die kannst du ändern, bevor Folien entstehen, und das ist der wichtigste Schritt: Hier entscheidest du über den Aufbau. Danach sieht alles gut aus, Layout und Bilder sind da. Jetzt lies jede Folie. Oft klingt etwas nach Präsentation und sagt nichts Konkretes. Und manchmal steht da eine Behauptung, die du nie gegeben hast. Genau das findest und ersetzt du.

Im kostenlosen Tarif gab es nach Stand September 2026 einmalig 400 Credits, ohne Nachfüllung, bezahlte Tarife ab etwa 9 US-Dollar im Monat. Für einen Entwurf reicht das. Tarife ändern sich schnell, prüf sie selbst.

Copilot in PowerPoint

Kann

  • Präsentation aus einem Word-Dokument erstellen.
  • Folien zusammenfassen und umformulieren.
  • Bleibt in der Microsoft-Umgebung, die die IT schon freigegeben hat.

Aber

  • Braucht eine passende Microsoft-365-Copilot-Lizenz.
  • Design schlichter als bei Gamma, passt dafür eher zur Firmenvorlage.
Erklärung zur Folie

Der große Vorteil von Copilot in PowerPoint für Unternehmen: Du bleibst in der Microsoft-Umgebung, die deine IT schon freigegeben hat. Keine neuen Daten bei einem weiteren Anbieter. Copilot kann aus einem Word-Dokument eine Präsentation machen, Folien zusammenfassen oder umformulieren. Das Design ist schlichter als bei Gamma, passt dafür eher zur Firmenvorlage.

Aber das hängt an der Lizenz. Copilot Chat in Microsoft Teams hat nicht automatisch Zugriff auf PowerPoint. Wenn deine Lizenz es erlaubt, findest du in PowerPoint das Copilot-Symbol im Menüband und wählst dort, eine Präsentation aus einer Datei zu erstellen.

Hast du nur Copilot ohne PowerPoint, lass dir dort eine Gliederung mit Sprechnotizen bauen, etwa mit „Erstelle eine Gliederung für 10 Folien zum Thema …, mit Sprechnotizen“, und übertrag sie selbst. Das ist sogar gut. Dann denkst du über jede Folie nach.

Bilder erzeugen für deine Folien

  • Copilot, ChatGPT und Gemini erzeugen Bilder.
  • Prompt: Motiv, Stil, Format, kein Text im Bild.
  • Schwach: Schrift im Bild, Hände, Logos.
  • Tabu: keine echten Personen, keine Marken.
  • Pflicht: kennzeichnen, etwa „Bild: KI-generiert“.
Erklärung zur Folie

Ein guter Bild-Prompt für Folien hat vier Teile: Was ist zu sehen, welcher Stil, welches Format, und was soll nicht drin sein. Für Folien immer Querformat. Und „kein Text im Bild“, denn Schrift ist bei vielen Modellen noch fehleranfällig. Zum Ausprobieren: „Erzeuge ein Bild im Querformat 16:9: eine Werkstatt, in der eine Meisterin am Tablet ein Angebot prüft, sachlicher Fotostil, kein Text im Bild.“ Dann schärfst du nach, etwa mit „ohne Personen im Vordergrund, heller“.

Denk an die Bias-Übung aus Teil 5: Die Bilder zeigen oft Klischees. Schau genau hin, wen das Bild zeigt.

Keine echten Personen, keine Markenlogos. Und schreib klein unter das Bild: KI-generiert. Das ist ehrlich und kostet dich nichts.

KI-Video mit Avatar: HeyGen

Lohnt sich

  • Skript rein, sprechender Avatar raus.
  • Schulung, Onboarding, Produkterklärungen.
  • Ein Skript, mehrere Sprachen.

Lohnt sich nicht

  • Alles, was Dramaturgie braucht: wenig Schnitt.
  • Längere Videos wirken schnell künstlich.
  • Kostenlos: wenige kurze Videos mit Wasserzeichen.

Achtung

Einen Avatar von einer echten Person baust du nur von dir selbst. Fremde Gesichter nur mit ausdrücklicher Einwilligung.

Erklärung zur Folie

HeyGen macht aus einem Skript ein Video mit einem digitalen Sprecher, einem Avatar. Zum Ausprobieren auf heygen.com: Create Video, einen Stock-Avatar wählen, drei Sätze Skript einfügen, Sprache Deutsch, Vorschau.

Das lohnt sich bei Inhalten, die sich wiederholen: Schulungen, Onboarding für neue Beschäftigte, Produkterklärungen. Und bei mehreren Sprachen: einmal Skript schreiben, fünf Sprachen ausgeben. Es lohnt sich nicht bei allem, was Dramaturgie braucht, denn Schnitt und Gestaltung sind begrenzt. Bei längeren Videos merkt man den Avatar. Ein Tipp aus der Praxis: Sprich die Stimme selbst ein und lade sie hoch. Das wirkt deutlich echter.

Kostenlos bekommst du nach Stand September 2026 wenige kurze Videos in 720p mit Wasserzeichen, bezahlte Tarife ab etwa 29 US-Dollar im Monat. Zum Testen reicht das. Und eine klare Grenze: Einen Avatar baust du nur von dir selbst, nie von Kolleginnen, Kollegen oder der Chefin ohne ausdrückliche Einwilligung.

KI-Audio: ElevenLabs

  • Text rein, natürliche Stimme raus, auch auf Deutsch.
  • Gut für Voiceover, Hörfassung, kurze Dialoge.
  • Schwach: Abkürzungen, Zahlen, Daten. Jedes Audio komplett anhören.
  • Kostenlos: Kontingent, keine kommerzielle Nutzung.

Achtung

Eine Stimme klonen nur mit ausdrücklicher Einwilligung der Person.

Erklärung zur Folie

ElevenLabs ist vor allem ein Audio-Werkzeug: Text rein, Stimme raus. Die Stimmen klingen sehr natürlich, auch auf Deutsch. Zum Ausprobieren auf elevenlabs.io: Text to Speech, eine deutsche Stimme wählen und einen Satz mit Fachbegriff und Zahl einfügen, etwa „Die DSGVO gilt seit dem 25. Mai 2018.“

Hör genau hin. Wie spricht die Stimme die Abkürzung aus? Und das Datum? Genau hier passieren die Fehler. Jedes Audio hörst du einmal komplett an, bevor es hinausgeht.

Der kostenlose Tarif hatte nach Stand September 2026 10.000 Credits im Monat, ohne kommerzielle Nutzung, ohne Stimmklon und mit Namensnennung. Bezahlt geht es ab etwa 6 US-Dollar los. Für die Firma brauchst du einen bezahlten Tarif. Und wie beim Avatar: Eine Stimme klonst du nur mit ausdrücklicher Einwilligung der Person. Eine Stimme ist ein personenbezogenes Merkmal, das kennst du aus Teil 6.

Video aus Text: Gemini

  • Kurze Clips von wenigen Sekunden aus Text oder Bild.
  • Stark: Ideen, Social-Media-Clips, Visualisierung in Präsentationen.
  • Schwach: Logik, Text im Bild, lange Szenen.
  • Google markiert die Videos mit dem unsichtbaren Wasserzeichen SynthID.

Merk dir

SynthID ersetzt den sichtbaren Hinweis nach Art. 50 nicht.

Erklärung zur Folie

Google bietet in Gemini an, aus einem Text ein Video zu erzeugen. Du beschreibst eine Szene, Gemini erzeugt einen Clip von wenigen Sekunden, nach Stand September 2026 etwa 8 bis 10 Sekunden, das Kontingent hängt vom Abo ab. Ein Prompt zum Ausprobieren: „Kurzer Clip: Paket läuft auf einem Förderband durch ein helles Lager, Kamera fährt langsam mit.“

Schau genau hin: Bewegt sich alles so, wie es sich physikalisch bewegen müsste? Steht irgendwo Text, der Unsinn ist? Genau da kippen solche Videos.

Google markiert diese Videos mit einem unsichtbaren Wasserzeichen namens SynthID. Das ist eine maschinenlesbare Kennzeichnung. Den sichtbaren Hinweis für dein Publikum ersetzt sie nicht. Damit bist du bei der Pflicht, die dahinter steht.

Kennzeichnung nach Art. 50 KI-Verordnung

Wer Pflicht Absatz
Anbieter, etwa Google, HeyGen, ElevenLabs KI-Bilder, -Videos, -Audios und -Texte maschinenlesbar markieren Abs. 2
Betreiber, also dein Unternehmen Deepfakes offenlegen Abs. 4
Betreiber, also dein Unternehmen KI-Texte zu Themen von öffentlichem Interesse offenlegen, außer ein Mensch hat sie geprüft und verantwortet sie Abs. 4

Gilt seit 02.08.2026. Verordnung (EU) 2024/1689. Einordnung, keine Rechtsberatung.

Erklärung zur Folie

Artikel 50 kennst du aus Teil 6. Hier wird er praktisch. Absatz 2 trifft die Anbieter, also Google, HeyGen oder ElevenLabs. Sie müssen erzeugte Bilder, Videos, Audios und Texte maschinenlesbar als KI-generiert markieren. SynthID ist so eine Markierung. Für Systeme, die schon vor dem 02.08.2026 auf dem Markt waren, gilt diese Markierungspflicht nach Stand Oktober 2026 erst ab dem 02.12.2026. Einordnung, keine Rechtsberatung.

Absatz 4 trifft dich, wenn du solche Inhalte im Unternehmen einsetzt. Ein Deepfake, also ein Bild, Video oder Audio, das echt wirkt und echte Personen, Orte oder Ereignisse nachahmt, muss offengelegt werden. Dein Avatar-Video mit deinem eigenen Gesicht gehört dazu. Ausnahmen gibt es für offensichtlich künstlerische, satirische oder fiktionale Werke, dort reicht eine eingeschränkte Offenlegung. Texte, die die Öffentlichkeit über Themen von öffentlichem Interesse informieren, kennzeichnest du ebenfalls, außer ein Mensch hat sie redaktionell geprüft und verantwortet sie.

Praktisch heißt das: Schreib es drauf. „Dieses Video wurde mit einem KI-Avatar erstellt.“ Ein Satz, fertig. Einordnung, keine Rechtsberatung.

Welches Werkzeug für welchen Zweck?

Ziel Werkzeug Kosten zum Testen
Folienentwurf schnell Gamma Free-Credits einmalig
Folien in Firmenumgebung Copilot je nach Lizenz
Bild für eine Folie Copilot, ChatGPT, Gemini im Chatbot enthalten
Sprecher-Video HeyGen Free mit Wasserzeichen
Stimme, Voiceover ElevenLabs Free, nicht kommerziell
Kurzer Clip Gemini je nach Abo

Stand September 2026. Free-Kontingente und Preise ändern sich laufend.

Erklärung zur Folie

Hier alles auf einen Blick. Die Kosten haben den Stand September 2026. Tarife ändern sich schnell. Prüf sie immer selbst, bevor du etwas im Unternehmen empfiehlst.

Für deine Präsentation reicht meistens eins davon: Gamma oder Copilot für den Entwurf, dazu ein oder zwei Bilder. Ein Avatar-Video oder ein Audio ist optional. Das lohnt sich nur, wenn es zu deinem Thema passt.

Überleg dir jetzt: Welches Werkzeug probierst du für deinen Entwurf aus?

Dein Auftrag: Regel, Statistik oder KI?

Werkzeug oder Ablauf Einordnung Woran erkennst du das? Würde eine Regel reichen?
1
2
3
4
5

Sammle fünf Werkzeuge oder Abläufe aus deinem Arbeitsalltag oder deiner Branche und ordne sie ein: Regel, Statistik oder KI.

Erklärung zur Folie

Schreib zuerst Kapitel 7 in deinem Kursbuch: Was ist KI nach Art. 3 Nr. 1 AI Act, und was bedeutet „ableiten“? Dazu je ein eigenes Beispiel für Regel, Statistik und KI, ein Forschungsbeispiel mit dem, was der Mensch prüft, dein Futuromat-Ergebnis, je ein Satz zu WEF-Report, BMAS-Denkfabrik und Demografie, die drei Stufen mit einem Beispiel aus deiner Branche und was du bei KI-Bild, Avatar-Video und KI-Stimme kennzeichnest.

Dann füllst du diese Tabelle aus. Die Spalte rechts ist die wichtigste: Würde eine Regel reichen? Nutze nur erfundene oder anonymisierte Beispiele.

Ins Glossar gehören mindestens diese Begriffe: Substituierbarkeitspotenzial, regelbasierte Automatisierung, AlphaFold, Avatar-Video, Text-to-Speech, Voice Cloning, Deepfake und SynthID.

Dein Auftrag: ein Entwurf mit KI, Folie für Folie geprüft

  1. Schreib deine Kernaussage in einem Satz auf.
  2. Gliederung mit 8 bis 10 Folien, eine davon mit deinem eigenen Test.
  3. Lass den Entwurf mit Gamma oder Copilot bauen, mit „keine Zahlen erfinden“.
  4. Ein oder zwei Bilder: Querformat, kein Text, keine echten Personen, „Bild: KI-generiert“.
  5. Prüf jede Folie: Stimmt die Aussage? Zahl mit Quelle? Klingt es nach dir?
  6. Streich, was du nicht belegen oder selbst erklären kannst.
Erklärung zur Folie

Das ist der erste Entwurf für deine Präsentation im Abschlussprojekt aus Teil 9. Nimm dir gut eine Stunde. Der wichtigste Schritt ist nicht das Erzeugen, sondern das Prüfen. Leg dir dafür eine kleine Tabelle an: Folie, stimmt die Aussage, Zahl mit Quelle, klingt es nach mir, was ändere ich.

Mach einen Screenshot vom Rohentwurf und einen von deiner überarbeiteten Fassung und leg beide ins Kursbuch. Der Vergleich zeigt dir, wie viel Arbeit nach der KI noch in einer guten Präsentation steckt.

Wenn es zu deinem Thema passt, teste zusätzlich Audio oder Avatar: ein Skript mit drei Sätzen für deinen Einstieg, dann ElevenLabs oder HeyGen. Achte auf die Aussprache von Fachbegriffen und Zahlen, ob es natürlich wirkt und welche Kennzeichnung du dazuschreiben würdest. Keine fremden Stimmen oder Gesichter, und kostenlose Tarife nur für Tests.

Prüf dich selbst

  1. Freigabe ab 5.000 €, Trendlinie in Excel, Chatbot für freie Kundenfragen: Was ist was?

    Antwort

    Regel, Statistik, KI. Nur der Chatbot leitet aus Eingaben ab.

  2. Was sagt ein Wert im Job-Futuromat, und was sagt er nicht?

    Antwort

    Wie viele Tätigkeiten technisch automatisierbar wären. Nicht, ob Stellen wegfallen.

  3. Welche Frage stellst du, bevor du KI kaufst?

    Antwort

    Würde eine Regel reichen? Oft ist Regel plus KI die beste Lösung.

  4. Was haben AlphaFold, GraphCast und KI beim Röntgen gemeinsam?

    Antwort

    KI beschleunigt, der Mensch prüft.

  5. Auf welcher Stufe stehen die meisten Unternehmen?

    Antwort

    Auf Stufe eins oder davor: Einzelne nutzen einen Chat-Assistenten, oft ohne Regeln.

  6. Du setzt ein Avatar-Video mit deinem Gesicht ein. Was musst du tun?

    Antwort

    Offenlegen, dass es mit KI erstellt wurde (Art. 50 Abs. 4).

Erklärung zur Folie

Beantworte die Fragen zuerst ohne nachzuschauen, dann klapp die Antworten auf. Wenn du bei einer Frage unsicher warst, geh zur passenden Folie zurück.

Fünf Gedanken nimmst du aus diesem Teil mit. Unterscheide zuerst, ob etwas Regel, Statistik oder KI ist. In der Forschung beschleunigt KI, der Mensch prüft. Die Arbeitswelt 2030 ist offen, sicher ist nur, dass Leute fehlen werden. KI baut dir Entwürfe, die Verantwortung bleibt bei dir. Und was KI erzeugt hat, schreibst du drauf. In Teil 8 bewertest du, wo KI in einem Unternehmen wirklich etwas bringt.

Weiter im Kurs

Gezeichnetes Porträt von Erik Lorenscheit

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Erstgespräch anfragen

Wohin darf ich dich bringen?