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KI-Kompetenz nach EU AI Act: die Schulung für den Arbeitsalltag · hilfmirmal.de-Kurs zum Selbstlernen

Glossar KI-Kompetenz mit 41 Begriffen

Alle Begriffe aus dem Kurs KI-Kompetenz nach EU AI Act: die Schulung für den Arbeitsalltag, kurz erklärt, von Anbieter bis Zweckwechsel. Bei jedem Begriff steht das Modul, an dem er vorkommt. Frei und ohne Anmeldung.

Zum KursIm Kurs als verstanden abhaken

A

Anbieter

Wer ein KI-System entwickelt oder entwickeln lässt und unter eigenem Namen auf den Markt bringt oder in Betrieb nimmt (Artikel 3 Nr. 3).

Im Kurs: Modul 2

Auffrischung

Regelmäßige Wiederholung oder Ergänzung der Schulung, etwa jährlich oder bei neuen Werkzeugen und Regeln.

Im Kurs: Modul 6

Auftragsverarbeitung

Ein Dienstleister verarbeitet Daten im Auftrag des Betriebs, geregelt in einem Vertrag nach Artikel 28 DSGVO.

Im Kurs: Modul 4

Automation Bias

Neigung, automatischen Systemen zu sehr zu vertrauen und ihre Fehler zu übersehen, besonders unter Zeitdruck oder wenn sie meistens recht hatten.

Im Kurs: Modul 5

B

Besondere Kategorien personenbezogener Daten

Gesundheit, Religion, politische Meinung, Gewerkschaft, Sexualleben, biometrische und genetische Daten. Strengere Regeln nach Artikel 9 DSGVO.

Im Kurs: Modul 4

Betreiber

Wer ein KI-System in eigener Verantwortung beruflich einsetzt (Artikel 3 Nr. 4). Die meisten Betriebe sind Betreiber.

Im Kurs: Modul 2

Bundesnetzagentur

Zuständige Aufsichtsbehörde für den AI Act in Deutschland, für den Finanzsektor die BaFin.

Im Kurs: Modul 2

D

Datenampel

Faustregel für Prompts: Grün darf in jedes freigegebene Werkzeug, Gelb nur mit Firmenvertrag und so wenig wie nötig, Rot bleibt draußen.

Im Kurs: Modul 4

Datenpanne

Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten. Der Betrieb meldet sie meist binnen 72 Stunden der Aufsichtsbehörde (Artikel 33 DSGVO).

Im Kurs: Modul 6

Deepfake

Mit KI erzeugte oder veränderte Bilder, Videos oder Tonaufnahmen, die echten Personen, Orten oder Ereignissen ähneln und fälschlich echt wirken. Kennzeichnungspflichtig.

Im Kurs: Modul 3

Digital Omnibus

Änderungspaket der EU von 2026. Für den AI Act: Verordnung (EU) 2026/1744, in Kraft seit 27.07.2026. Schwächt Artikel 4 ab und verschiebt Hochrisiko-Fristen.

Im Kurs: Modul 2

E

Emotionserkennung

KI, die aus Gesicht, Stimme oder Verhalten auf Gefühle schließt. Am Arbeitsplatz und in der Bildung verboten, außer aus medizinischen oder Sicherheitsgründen.

Im Kurs: Modul 3

EU AI Act

Verordnung (EU) 2024/1689 über künstliche Intelligenz, deutsch KI-Verordnung. Gilt unmittelbar in allen EU-Staaten, gestaffelt seit 2025.

Im Kurs: Modul 2

G

Generative KI

KI, die neue Inhalte erzeugt: Texte, Bilder, Audio, Video oder Code.

Im Kurs: Modul 1

Geschäftsgeheimnis

Information, die nicht allgemein bekannt ist, wirtschaftlichen Wert hat und durch angemessene Maßnahmen geschützt wird (§ 2 GeschGehG).

Im Kurs: Modul 4

H

Halluzination

Ausgabe, die überzeugend klingt, aber erfunden oder falsch ist, etwa eine nicht existierende Quelle.

Im Kurs: Modul 1

Hochrisiko-KI-System

KI in Bereichen, in denen sie über Gesundheit, Sicherheit oder Chancen von Menschen mitentscheidet, etwa Personal, Bildung, Kredit (Anhang III). Volle Pflichten ab 02.12.2027.

Im Kurs: Modul 3

K

KI-Kompetenz (Artikel 4)

Fähigkeiten, Kenntnisse und Verständnis, um KI sachkundig einzusetzen und Chancen und Risiken zu kennen. Anbieter und Betreiber unterstützen ihre Entwicklung bei ihrem Personal, seit 02.02.2025.

Im Kurs: Modul 2

KI-MIG

KI-Marktüberwachungsgesetz, das deutsche Durchführungsgesetz zum AI Act, in Kraft seit 29.07.2026.

Im Kurs: Modul 2

KI-Richtlinie

Interne Regeln eines Betriebs zur KI-Nutzung: freigegebene Werkzeuge, Zwecke, Daten, Prüfung, Kennzeichnung, Ansprechperson, Meldeweg.

Im Kurs: Modul 6

KI-System

Maschinengestütztes System, das mit einem gewissen Grad an Autonomie aus Eingaben ableitet, welche Ausgaben es erzeugt: Vorhersagen, Inhalte, Empfehlungen oder Entscheidungen (Artikel 3 Nr. 1 AI Act).

Im Kurs: Modul 1

KI-Vorfall

Ein Fehler, eine Panne oder ein Verdacht im Umgang mit KI, etwa falsche Daten im Prompt oder ein falsches Ergebnis an Kundschaft.

Im Kurs: Modul 6

M

Mensch in der Schleife

Ein Mensch prüft und bestätigt KI-Ergebnisse, bevor sie nach außen wirken oder über Menschen entscheiden.

Im Kurs: Modul 5

Menschliche Aufsicht

Menschen mit Kompetenz und Befugnis überwachen eine KI, verstehen ihre Ergebnisse und können eingreifen oder sie stoppen (Artikel 14 und 26).

Im Kurs: Modul 3

Mitbestimmung

Recht des Betriebsrats, bei bestimmten Entscheidungen mitzuentscheiden, etwa bei Technik, die Verhalten oder Leistung überwachen kann (§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG).

Im Kurs: Modul 6

N

Nachweis der KI-Kompetenz

Dokumentation, wer wann an welcher Maßnahme teilgenommen hat, mit Inhalt und Umfang. Nicht vorgeschrieben, aber empfohlen.

Im Kurs: Modul 6

P

Personenbezogene Daten

Alle Angaben, die sich einer Person zuordnen lassen, etwa Name, Mailadresse, Kundennummer oder IP-Adresse (Artikel 4 Nr. 1 DSGVO).

Im Kurs: Modul 4

Phishing

Betrugsversuch per Mail, Nachricht oder Anruf, um an Zugangsdaten, Geld oder Informationen zu kommen. Mit KI oft fehlerfrei formuliert.

Im Kurs: Modul 5

Prompt

Die Eingabe an ein KI-Werkzeug: Frage, Auftrag, Beispiel oder Text, mit dem es arbeiten soll.

Im Kurs: Modul 1

Prompt-Injection

Versteckte Anweisung in einem Text, Dokument oder einer Webseite, die ein KI-Werkzeug beim Verarbeiten ausführt, statt sie als Daten zu behandeln.

Im Kurs: Modul 5

Prüfschema

Vier Fragen vor jedem Versand eines KI-Ergebnisses: Stimmt es? Fehlt etwas? Passt es? Darf es raus?

Im Kurs: Modul 5

Pseudonymisierung

Namen und Kennungen werden ersetzt, die Zuordnung bleibt aber möglich. Die Daten sind weiter personenbezogen.

Im Kurs: Modul 4

R

Risikobasierter Ansatz

Je größer das Risiko eines KI-Einsatzes für Gesundheit, Sicherheit und Grundrechte, desto strenger die Regeln.

Im Kurs: Modul 2

S

Schatten-KI

Nutzung privater oder nicht freigegebener KI-Werkzeuge für Firmendaten, ohne Wissen und Regeln des Betriebs.

Im Kurs: Modul 4

Social Scoring

Menschen nach ihrem Verhalten oder ihren Eigenschaften bewerten und sie dafür in anderen Zusammenhängen benachteiligen. Verboten.

Im Kurs: Modul 3

Sprachmodell (LLM)

KI, die aus großen Textmengen gelernt hat, wahrscheinliche Fortsetzungen eines Textes vorherzusagen. Grundlage von Chatbots wie ChatGPT, Copilot oder Gemini.

Im Kurs: Modul 1

T

Trainingsdaten

Die Beispiele, aus denen ein Modell gelernt hat. Ihre Qualität bestimmt die Qualität der Ergebnisse.

Im Kurs: Modul 1

Transparenzpflicht (Artikel 50)

Pflicht, Chatbots, Deepfakes und bestimmte KI-Texte erkennbar zu machen. Gilt seit 02.08.2026.

Im Kurs: Modul 3

V

Verbotene Praktiken (Artikel 5)

KI-Einsätze, die in der EU seit 02.02.2025 verboten sind, etwa Manipulation, Social Scoring und Emotionserkennung am Arbeitsplatz. Zwei weitere Verbote ab 02.12.2026.

Im Kurs: Modul 3

Verzerrung (Bias)

Systematische Schieflage in Ergebnissen, meist weil die Trainingsdaten einseitig waren.

Im Kurs: Modul 1

Z

Zweckwechsel

Ein Werkzeug wird für einen anderen Zweck genutzt als vorgesehen. Wird der Zweck hochriskant, ändern sich die Pflichten, bis hin zur Rolle als Anbieter.

Im Kurs: Modul 3

Wohin darf ich dich bringen?