Was ist RPA? – Eine Einführung in Robotic Process Automation

Ich habe in meinem Arbeitsalltag oft erlebt, wie repetitive Aufgaben meine Zeit auffressen – Stunden, die ich lieber in kreative Projekte und strategische Planung investieren würde. Genau deshalb habe ich mich intensiv mit Robotic Process Automation (RPA) auseinandergesetzt. In diesem Blogbeitrag möchte ich euch aus meiner persönlichen Sicht erklären, was RPA für mich bedeutet, wie es funktioniert und warum ich an das enorme Einsparpotenzial dieser Technologie glaube.

Meine Entdeckung von RPA

Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich eines Tages stundenlang Rechnungen manuell prüfen und Daten in Excel-Tabellen aktualisieren musste. Dabei fragte ich mich: „Wie kann ich diesen täglichen Wahnsinn automatisieren?“ Die Antwort fand ich in RPA – der Einsatz von Software-Robotern, die exakt das übernehmen, was ich immer wieder tun muss. Diese Bots führen regelbasierte, wiederkehrende Aufgaben aus, fast so, als ob jemand ständig am Computer sitzt und alle Klicks und Eingaben tätigt. Für mich bedeutete das: mehr Zeit für die wirklich wichtigen Aufgaben.

Zahlen, Daten und Fakten, die mich überzeugt haben

Ich habe recherchiert und fand heraus, dass der globale RPA-Markt in den nächsten Jahren mit beeindruckenden 30 % pro Jahr wächst – bis 2027 soll er einen Wert von über 10 Milliarden US-Dollar erreichen. Solche Zahlen zeigen, dass RPA kein kurzfristiger Trend ist, sondern sich zu einem festen Bestandteil moderner Arbeitsprozesse entwickelt. In kleinen und mittleren Unternehmen berichten viele, dass sie dadurch bis zu 20–30 % ihrer Arbeitszeit einsparen. Für mich bedeutet das konkret: Ich habe in Tests erlebt, dass ich täglich zwei oder mehr Stunden zurückgewinnen kann, indem ich Routineaufgaben von einem Bot erledigen lasse.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Fehlerreduktion. Studien haben gezeigt, dass automatisierte Prozesse die Fehlerquote um bis zu 90 % senken können – ein enormer Vorteil, wenn es um präzise Datenpflege und Buchhaltungsprozesse geht. Und nicht zuletzt spricht auch die Kosteneffizienz für RPA: Viele Unternehmen realisieren Einsparungen von 20–40 % bei administrativen Aufgaben, was sich langfristig deutlich auf die Bilanz auswirkt.

Meine Erfahrung mit lokalen, DSGVO-konformen Lösungen

Besonders wichtig ist mir der Aspekt des Datenschutzes. Ich habe mich bewusst für eine Lösung entschieden, die lokal auf meinem System läuft – ganz ohne Cloud-Anbindung. So bleiben alle Daten bei mir und es besteht kein Risiko, dass sensible Informationen in fremde Hände geraten. Das hat für mich einen hohen Stellenwert, denn in Zeiten der DSGVO und zunehmender Datenschutzbedenken möchte ich absolut sicher arbeiten. Außerdem entfällt der laufende Kostenfaktor teurer SaaS-Abos, da die Lösung einmalig implementiert wird und dann lokal auf meinem Mac, Windows- oder Linux-Rechner läuft.

Mein Fazit und Ausblick

Durch RPA konnte ich nicht nur viel Zeit sparen, sondern auch die Qualität meiner Arbeit verbessern, indem ich menschliche Fehler nahezu eliminiert habe. Die beeindruckenden Wachstumszahlen und die nachweisbaren Effizienzgewinne haben mich überzeugt, dass RPA ein unverzichtbares Werkzeug für die Zukunft ist. Für mich persönlich war der Umstieg auf automatisierte Prozesse ein echter Gamechanger – ich kann mich jetzt auf strategisch wichtige Aufgaben konzentrieren, während mein Bot die repetitiven Arbeiten übernimmt.

Ich bin fest davon überzeugt, dass RPA, besonders in Kombination mit lokal betriebenen, datenschutzkonformen Lösungen, einen echten Wettbewerbsvorteil bietet. Wenn du also auch das Gefühl hast, dass dir zu viel Zeit durch Routineaufgaben verloren geht, empfehle ich dir, dich näher mit RPA zu beschäftigen. Es lohnt sich – denn jede Stunde, die ein Bot für dich spart, ist eine Stunde, die du in dein Wachstum und deine Visionen investieren kannst.

Quellen, die mich inspiriert haben:

• Marktstudien von Grand View Research und Gartner

• Erfahrungsberichte aus kleinen und mittleren Unternehmen

• DSGVO-Richtlinien und technische Whitepapers zu lokalen Automatisierungslösungen

Mit dieser persönlichen Erfahrung und den beeindruckenden Zahlen möchte ich dir einen Einblick geben, warum ich RPA als zukunftsweisende Technologie sehe und wie sie mir dabei hilft, meinen Arbeitsalltag effizienter und fehlerfreier zu gestalten. Ich hoffe, dass auch du Inspiration findest, um den Schritt in Richtung Automatisierung zu wagen.

Willkommen in meiner Ecke des Internets – oder: Warum Automatisierung dein neuer bester Freund wird

Hallo du,
erstmal: Danke, dass du hier bist. Ich liege gerade im Bett, es ist 1:43 Uhr Nachts, und während ich mich extrem darauf freue meine Interessen mit dir zu teilen, denke ich darüber nach, wie ich diesen ersten Blogpost beginnen soll. Am liebsten würde ich dir einfach sagen: „Hey, lass uns reden. Über das, was wirklich zählt. Über Zeit. Über Freiheit. Und darüber, wie wir uns nicht von To-Do-Listen erdrücken lassen müssen.“

Was hier passieren wird

Dieser Blog wird kein Hochglanz-Leitfaden mit Buzzwords sein. Stattdessen geht es um echte Geschichten – meine, deine, unsere. Wie wir als Unternehmer:innen, Solopreneure oder kleine Teams nicht im Alltag versinken, sondern Raum für das schaffen, was wirklich wichtig ist: Wachstum. Kreativität. Leben.

Ich werde dir Tools, Strategien und manchmal auch Scheitern teilen. In 5 Jahren Kletterling gibt es allerhand zu lernen und noch viel mehr mit dir zu teilen. Denn eins ist klar: Wenn du allein oder in einem kleinen Team arbeitest, hast du keine Sekunde zu verschwenden. Und genau hier kommt das Zauberwort ins Spiel: Automatisierung.


Warum Automatisierung keine Option mehr ist – sondern eine Pflicht

Letzte Woche las ich eine Studie der Harvard Business Review, die mir den Atem raubte: 58 % der Kleinunternehmer:innen geben an, dass sie chronischen Stress als Haupthindernis für Kreativität nennen – wie denn auch? Rechnungen schreiben, E-Mails sortieren, Social Media planen. 6 Stunden täglich! Zeit, die niemand hat, der gleichzeitig Visionen entwickeln und Umsätze steigern muss. Ich sehe mich genau in dieser Situation, ich habe ganze Tage nichts von dem geschafft, was ich mir eigentlich vorgenommen habe. Weil ich unorganisiert war, weil ich alles zu 100% perfekt machen musste und keine Aufgabe nicht durch mich laufen konnte. Man war ich gestresst.

Und dann die Burnout-Zahlen: Eine Gallup-Erhebung zeigt, dass Selbstständige ein 2,5x höheres Risiko eines Burnouts haben, als Angestellte. 50 % der Gründer:innen leiden bereits im ersten Jahr an Erschöpfung. Der Grund? Sie hetzen von Aufgabe zu Aufgabe, statt sich auf das zu konzentrieren, was ihr Business voranbringt: Innovation, Kundenbeziehungen, Skalierung. Und darüber hinaus zählen die sozialen Kontakte und die hast du nicht, wenn du stundenlang repetitive Aufgaben erledigst. Einem Bot ist das total egal, und er braucht nur einen Bruchteil deiner Zeit.

Automatisierung ist kein Luxus für Tech-Konzerne. Sie ist dein Rettungsring. Wenn du allein arbeitest, kannst du es dir schlicht nicht leisten, manuell zu tun, was ein Tool in 10 % der Zeit erledigt. Jede Stunde, die du sparst, ist eine Stunde, in der du…

  • …eine geniale Marketing-Idee ausbrüten kannst.
  • …dich mit Kund:innen austauschst (statt ihre E-Mails zu sortieren).
  • …einfach mal nichts tust – weil Pausen kein Luxus sind, sondern Treibstoff.

McKinsey hat in einer Studie festgestellt, dass 45% der Aufgaben in Kleinunternehmen bereits automatisiert werden können. Je früher diese Automatisierung stattfindet, desto früher kann dein Team seinen Fokus auf wirklich wichtige Dinge lenken. Siehst du dich in einem Jahr noch in deinem Unternehmen arbeiten? Warum hast du dann noch nicht mit der Automatisierung begonnen?


„Aber ich bin kein IT-Profi!“ – Keine Sorge, ich auch nicht

Ich verstehe die Skepsis. Vor einem Jahr hätte ich noch gestöhnt: „Automatisierung? Dafür habe ich keine Zeit!“. Ironisch, oder? Bis ich realisierte: Es geht nicht um komplizierte Code-Zeilen. Es geht darum, klug zu priorisieren. Künstliche Intelligenz entwickelt sich gerade so schnell, dass man unmöglich immer up to Date sein kann. Aber das musst du nicht. Du musst jedoch das Konzept verstehen und die Basics für dein Business einsetzen. Deine Expertise wird mit der Zeit wachsen und RPA (Robotic Program Automation) bzw Automationen sind schon lange nicht mehr nur für Programmierer nutzbar. Du wirst ein Gespür für Vereinfachung bekommen, immer mehr optimieren und Ballast abgeben. Auch du kannst Bots nutzen und dich darauf verlassen, dass die nervigen Aufgaben immer korrekt ausgeführt werden. DSGVO konform, ohne den Einsatz von externen Tools, die deine Daten verarbeiten.

Beispiel: Statt täglich Social-Media-Posts zu schreiben, nutze ich einen Scheduler. Das spart mir 6-9 Stunden pro Woche. Fast einen normalen Arbeitstag, in dem ich stattdessen etwas für mich tue – was bei mir monatelang zu kurz kam.

Oder Rechnungen: Früher verhedderte ich mich in Excel-Tabellen. Heute erledigt eine Automatisierung das automatisch. Ergebnis: Ich gewinne nicht nur Zeit, sondern auch mentale Klarheit. Ich muss nicht an noch mehr denken, es ist einfach jeden Tag/Woche/Monat erledigt. Wie ein super zuverlässiger Assistent, der nach kurzer Amortisation völlig kostenlos immer wieder das macht, was er soll.


Was du von mir erwarten kannst

Hier wird es praktisch. Ich teste Tools, zerpflücke Workflows und zeige dir, wie du Schritt für Schritt deinen Alltag entrümpelst – ohne dass du dafür ein Technik-Genie sein musst. Außerdem teile ich Studien, Umfragen und Gespräche mit Expert:innen, die unterstreichen: Automatisierung ist kein Trend. Sie ist die neue Basis für jedes Unternehmen, das überleben will.

Und ja, ich werde auch über Rückschläge sprechen. Denn nicht jede Software ist Gold wert, und manchmal scheitert man eben – aber daraus lernen wir.


Zum Schluss: Deine Zeit ist mehr wert als Geld

Eine letzte Zahl, die mich nachdenken ließ: Laut einer Zapier-Studie sparen 88 % aller Kleinunternehmen heute schon 5 Arbeitsstunden pro Woche durch RPA. Das ist keine Drohung, sondern ein Weckruf. Denn jede automatisierte Stunde ist eine, in der du…

  • …dich auf deine Superpower konzentrieren kannst.
  • …dich weiterbildest.
  • …einfach mal durchatmest.

Wenn du also das nächste Mal denkst: „Dafür habe ich jetzt keine Zeit“, frag dich: Könnte ein Tool das für mich tun?

Ich freue mich auf den Austausch mit dir. Was ist die eine Aufgabe, die dich heute genervt hat – und die du gerne automatisieren würdest? Schreib’s in die Kommentare oder kontaktiere mich direkt. Let’s figure this out together. Wenn du es dir vorstellen kannst, kann ich es automatisieren. 100% Garantie!

Bis bald,
Erik


Quellenangaben (für die Neugierigen):

  • Psychologische Studien:
    Die APA-Studie Stress in America (2023) zeigt, dass 58 % der Unternehmer:innen chronischen Stress als Haupthindernis für Kreativität nennen.
  • Gallup-Daten:
    Die Gallup Wellbeing Survey (2022) belegt, dass Selbstständige ein 2,5-fach höheres Burnout-Risiko haben als Angestellte.
  • Zahlen zu Automatisierungspotenzial:
    Das McKinsey Global Institute schätzt, dass bis zu 45 % der Arbeitszeit in kleinen Unternehmen durch bestehende Tools automatisiert werden könnte.
  • Daten zur Produktivität:
    Eine Studie von Zapier (2023) ergab, dass 88 % der Kleinunternehmen durch Automatisierung mindestens 5 Stunden pro Woche sparen – Zeit, die in Innovation fließt.

Übersicht für Menschen mit Behinderung – Vergünstigungen & kostenlose Begleitpersonen durch Merkzeichen

Da ich vergeblich nach einer ausführlichen Liste an Vergünstigungen für Menschen mit Einschränkungen gesucht habe, möchte ich mal selbst eine solche Liste anlegen, die natürlich jederzeit erweitert und aktualisiert werden kann/muss. Ich selbst habe 90% und ein paar Merkzeichen wie G, aG, B und T gesammelt. Wo meine Affinität zum Thema herkommt, sollte also klar sein.

—> Wer sich das als PDF herunterladen will, kann dies hier tun. <–

Natürlich geht dem Merkzeichen B, der für einige der unten aufgeführten Erleichterungen erforderlich ist, eine Feststellung voraus, darauf möchte ich nicht näher eingehen, wer also ein B hat, weiß worum es geht, daher startet hier die Übersicht:

EU – Toilettenschlüssel für 20€

Wer auf Behinderten-WCs angewiesen ist, der kann beim CBF Darmstadt den Euroschlüssel beantragen. (Merkzeichen aG, B, H oder BL) oder das Merkzeichen G und GdB 70.

Dazu gibt es noch einige weitere bezugsberechtigte Personen mit z.B. Darmerkrankungen etc. die nur einen Nachweis vom Arzt haben. (die Liste bitte auf der Seite nachschauen).

Das Verzeichnis „Der Locus“ listet die möglichen 12.000 Toiletten in Europa und wird mit dem Schlüssel zusammen für 27€ zugestellt.

Kurtaxe für behinderte Person + Begleitperson kostenfrei

Je nach Region (Google: Kurtaxe + Urlaubsort) entfällt die Kurtaxe für die behinderte Person + Begleitperson komplett. Auf Rügen sind das z.B. 1,20€ pro Tag / Person bei einem GdB von 80% und ggf. Merkzeichen B.

Angemessener Wohnraum

Wer Arbeitslosengeld oder Grundsicherung bezieht und (meist mit Merkzeichen aG, BI, hängt aber von der Region ab), hat einen anspruch auf „angemessenen Wohnraum“. Das sind z.B. bei einer Person zwischen 45 und 50 m². Alles was ihr dazu wissen müsst findet ihr hier und hier.

Ermäßigte Preise bei der ADAC (Plus) Mitgliedschaft

Beim ADAC gibt es ab einem GdB von 50 die ermäßigten Tarife. Das sind 37€ statt 49€ für die normale Mitgliedschaft und 97€ für die weltweite Plus Mitgliedschaft statt 109€. Alle Infos dazu hier.

Ermäßigte Eintrittspreise:

Hierbei handelt es sich um eine freiwillige Leistung des Betreibers, daher gibt es auch nicht bei allen Veranstaltungen Rabatte. Beispiele dafür sind auch Schwimmbäder, Zoos, Museen, Freizeitparks (einfach mal für eure Stadt und Veranstaltung googlen).

Autokauf:

Die Hersteller lassen mittlerweile große Rabatte springen und ich habe die besten, mit 20% und mehr Ersparnis mal aufgeführt (ein B als Merkzeichen ist hier nicht zwangsläufig erforderlich, aber die meisten wissen nichtmal, dass es einen solchen Rabatt gibt). (Stand 1.6.2017):

Peugeot 30%, Citroen 27%, Nissan 26%; Ford 25%, Renault 23%, Fiat 21%, Opel 20%. Der Rabatt hängt vom Modell ab, eine Übersicht seht ihr dann beim BbAB.

Die beste Anlaufstelle dafür ist der Bund behinderter Auto-Besitzer e.V..

Zum Beispiel kostet ein Citroen Grand Picasso in guter Ausstattung knapp 30.000€. Mit den Rabatten kommt man auf knapp 22.000€. Wer jetzt noch einen elektrischen Rollstuhl hat, bekommt bis zu 16.000€ von der Agentur für Arbeit für die Teilnahme am Arbeitsleben. Das ergibt einen Endpreis von rund 6000€. Wenn ich das vorher gewusst hätte…. Natürlich werden solche Leistungen nicht jedes Jahr gewährt, aber rund 8 Jahre sollte das neue Fahrzeug dann halten.

Zuschuss für den Autokauf „Kraftfahrzeughilfe“

Natürlich sind die oben erwähnten Rabatte nicht sonderlich gut, wenn man bedenkt, dass Neuwagen immer deutlich teurer sind, als Gebrauchtwagen oder Neuwagen mit Erstzulassungen etc. pp. ABER: Es gibt einen Grund wieso Neuwagen deutlich interessanter für „uns“ sind. Der Rehabilitationsträger der dann auch den behindertengerechten Umbau des Fahrzeugs finanzieren soll, übernimmt dies nur, wenn das Fahrzeug geeignet ist. Und damit ist nicht nur die Größe gemeint, sondern auch das Alter und die Kilometerlaufleistung. Mir wurde gesagt, dass die Obergrenze irgendwo zwischen 60.000-80.000km und 3-5 Jahren liegt (nagelt mich nicht darauf fest, das sind Aussagen die mir gegenüber getätigt wurden).

Ich habe meinen PKW mit rund 75.000km und 5 Jahren Alter umbauen lassen (Kran für den Rollstuhl im Heck Marke „Olympian Kofferraumlift“ siehe Link: https://www.kadomo.de/kofferraumlift-olympian.html)

Dieser Zuschuss nennt sich Kraftfahrzeughilfe und richtet sich an Schwerbehinderte, die mit dem PKW zum Arbeitsplatz fahren müssen oder das Fahrzeug benötigen um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Auch Gebrauchtwagen können gefördert werden, müssen aber noch 50% des Neuwagenwertes haben.

Die Leistungen können umfassen:

  • Zuschüsse zur Beschaffung eines Kraftfahrzeuges,
  • Übernahme der Kosten für behinderungsbedingte Zusatzausstattung,
  • Zuschüsse zum Erwerb der Fahrerlaubnis und
  • Leistungen in Härtefällen (z.B. zu Kosten für Reparaturen, Beförderungsdienste).

Der Zuschuss ist bis maximal 9500€ hoch. Dazu kommen die Kosten für behinderungsbedingte Zusatzaustattung (zählt nicht in die 9500€ rein).

In Ausnahmefällen kann ein höherer Zuschuss gewährt werden. Wer also z.B. dauerhaft auf einen elektrischen Rollstuhl angewiesen ist (so ein Modell ab 120kg und mehr), der benötigt auch ein entsprechendes Auto und diese sind meist teurer als Beispielsweise ein normaler Kombi. Laut Aussage meines Ansprechpartners bei der Agentur für Arbeit können das bis zu 16.000€ sein.

Eine erneute Förderung kann i.d.R. erst nach 5 Jahren wieder erfolgen.

Kreuzfahrt

Wer eine Kreuzfahrt mit Costa bucht, der kann bei der Buchung angeben, dass er mit einer Begleitperson reist und diese Person wird dann kostenfrei befördert. Dazu bekommt man eine barrierefreie Kabine, die auch meist deutlich größer ist als normale Kabinen. Der Rolli muss ja mit.

Landausflüge kosten jedoch auch für die Begleitperson den normalen Preis, wenn man an diesen überhaupt teilnehmen kann (nicht überall kann man den Rolli mitnehmen, meist geht es nur mit faltbaren Rollstühle, also teilmobilen Passagieren).


Konzerte

Konzerte sind mit dem Merkzeichen B für die Begleitperson generell kostenlos. Ihr müsst bei der Buchung jedoch den jeweiligen Veranstalter direkt anrufen. Ich habe dabei sehr gute Erfahrungen mit Eventim gemacht. Leider sind die Behindertenplätze sehr stark begrenzt, weshalb man meist schon vorher wissen muss ab wann der Verkauf los geht. Zu dieser Uhrzeit muss man meist mehrfach probieren anzurufen und manchmal sind schon alle Tickets weg, wie zb beim Black Sabbath Konzert. Ich war nur fünf Minuten zu langsam. Dedöm, vorbei. Manchmal, so zb bei oder Mercedes Benz Arena in Berlin gibt es auch Behindertenplätze in der Online Maske und ihr könnt den Platz für die Begleitperson automatisch mit blockieren.

Hier am Beispiel von Reihe 24. Das lilane Kästchen ist der Rollstuhl Platz, daneben der runde Kreis für die Begleitperson.

Das kann sich definitiv schon lohnen, denn man spart sich halt das komplette Ticket und kann sich dann mit der Begleitperson reinteilen = 50% Rabatt.


Kino

Viele Kinos erlauben eine kostenlose Begleitperson mit dem Merkzeichen B.

Kinos bei denen die Begleitperson kostenfrei ist sind u.a.:

Rabatte bei Telefonanbietern

Bei Vodafone gibt es ab einem GdB von 50 je nach Tarif verschiedene Angebote. So z.B.

  • verdoppeltes Datenvolumen
  • Deezer Musik-Flat oder BILDplus Digital kostenlos
  • 15% Rabatt auf den Basispreis monatlich

Parken

Auch ohne einen Parkausweis kann man mit einem Behindertenausweis bei vielen Veranstaltungen auf den Behindertenparkplätzen parken. Das gilt sowohl für Konzerte (Parkhäuser sind dann meist umsonst, wie zb in der Mercedes Benz Arena in Berlin), als auch für sonstige Veranstaltungen… Einen Behindertenparkplatz gibt es so gut wie immer und dafür ist er ja auch da.

Außerdem kann man bei Dauerparkplätzen in Parkhäusern den Anbieter anrufen und nachfragen, ob es ggf. einen Behindertenrabatt gibt. In der Regel überspringt man auch „Normalos“ auf der Warteliste für einen Parkplatz (wenn dieser geeignet ist).

Autoumbau – Standheizung

Neben dem rollstuhlgerechten Umbau des Fahrzeuges oder zumindest behindertengerechten Fahrhilfen steht euch auch eine Standheizung zu. Das wird nicht immer erwähnt, aber ein (zb) Rollifahrer ist ja nicht in der Lage seine Frontscheibe im Winter zu enteisen. Eine sehr gute Standheizung ist zB die Webasto Thermo Top Evo, welche im Winter nicht nur heizt, sondern im Sommer das Fahrzeug auch kühlt und man so nicht bei 50 Grad Innenraumtemperatur einsteigen/rollen muss. Gesteuert wird auf Wunsch mit dem Smartphone. Auch hier wird der Einbau komplett übernommen. Bei Berufstätigen ist der Ansprechpartner die Agentur für Arbeit.

Leihrollstühle in Parks und Einkaufszentren und Städten

Das ist jetzt wohl etwas spezieller und sollte eher als generelle Info dienen. Je nach Land und Reiseziel kann man vor Ort in Freizeitparks und Einkaufszentren Rollstühle ausleihen. In der Regel ist dies kostenlos und basiert auf dem First come First serve Prinzip. Ist also keiner mehr da, hat man keinen Anspruch darauf.

Nur um euch ein Beispiel zu nennen:


Ich möchte euch dabei nur den Anreiz geben euch vorher zu informieren was ihr alles sehen könnt. Ich würde zb ohne Möglichkeit auf einen Rollstuhl wohl die Mall meiden. So, sind wir vier Stunden durch die Mall und ich konnte meiner Freundin beim shoppen zusehen, anstatt die Spaßbremse zu sein. In Themenparks bekommt man meist auch einen manuellen Rollstuhl (fast) umsonst.

Aber auch im Ausland gibt es einen Rollstuhl verleih, jedoch meist ohne Reservierung:

Ein für mich nicht unwichtiger Aspekt ist die Möglichkeit auch im Urlaub einen Rollstuhl zu mieten. Als ich auf die Idee kam bin ich fast hinten über gefallen. Na logo, das ist ja überhaupt DIE IDEE, aber darauf bin ich bisher nie gekommen. Je nach Ort könnt ihr euch nämlich einen Rollstuhl ausleihen, dafür einfach „wheelchair + stadt“ bei google eingeben und schon habt ihr Treffer. Am Tag solltet ihr mit 20€ bis 80€ rechnen, aber das lohnt sich schon extrem. Natürlich ist das nur interessant für Leute die nicht eh schon ihren Rollstuhl mitnehmen. Ich habe mich aber im Urlaub bisher nur mit Gehstock rumgeschlagen und war dann doch ziemlich knülle nach kürzester Zeit.

Ich habe zb für drei Tage New York bei BigAppleMobility einen Scooter gemietet und habe New York aus einer komplett anderen Perspektive kennengelernt (zuvor habe ich mich halt auf den Boden konzentriert ^^).

Das war definitiv der schönste NYC Trip überhaupt, denn so viel hätten wir nie geschafft, wenn ich zu Fuß gewesen wäre.

Hier haben wir den Scooter frisch geholt, meine Freude ist offensichtlich oder? Am Times Square:


Kostenlose Beförderung einer Begleitperson bei der Deutschen Bahn

Auch ohne Wertmarke fährt man bei der DB mit einer kostenlosen Begleitperson. Wichtig ist dafür das Merkzeichen B.


BahnCard 25/50 mit Rabatt

Auch die BahnCard gibt es günstiger ab einem GdB von 70. So zahlt man für die 25% statt der 61€ nur 41€ (aber zur Zeit gibts ja eh die Jubiläumskarte, daher ist die derzeit nicht bestellbar).

Die BahnCard 50 gibt es für 127€ statt 255€.

Kostenlose Sitzplatzreservierung (für einen oder zwei Sitze)

Außerdem kann man bei der Bahn mit Merkzeichen B kostenlos eine Sitzplatzreservierung vornehmen. Unabhängig davon besteht ein Anspruch auf die Sitzplätze mit „stilisiertem Kreuz“ oder der Bezeichnung „Schwerbehinderte“.

Nahverkehr – Jahreskarte für 80€ + Begleitperson kostenlos oder alternativ Ermäßigung oder Erlass der KFZ-Steuer

Wer von der unentgeltlichen Beförderung gebrauch machen will, muss eine Eigenbeteiligung von 80€ zahlen (40€ halbjährlich). (Blinde- und gehörlose Menschen sind davon ausgenommen). Das sollte aber jeder wissen, denn das passende Beiblatt zum Schwerbehindertenausweis wird mit dem Schwerbehindertenausweis zugeschickt.

Je nachdem wofür man sich entscheidet, kann man auch die KFZ Steuern ermäßigt oder gänzlich erlassen bekommen. Das wird dann beim Hauptzollamt beantragt.

Wer berechtigt ist (durch das Merkzeichen B) eine Begleitperson mitzuführen, macht dies kostenfrei.

Hundesteuerbefreiung

Je nach Region (Gemeinde) kann man einen Antrag auf Hundesteuerbefreiung stellen. Manchmal muss der Freund fürs Leben dafür leider eine Assistenzhundausbildung besitzen, manchmal nicht. Dazu einfach mal bei Google „Hundesteuerbefreiung + deine Gemeinde“ eingeben.

Rollstuhlservice auf Flughäfen 

Wer mit Behinderung reist weiß, wie ätzend es sein kann die langen Wege auf den Flughäfen von Terminal zu Terminal, womöglich noch unter Zeitdruck, auf sich zu nehmen. Aber nach der Buchung des Fluges, auch durch einen Deal von zB @der_Seebaer kann einfach ein Rollstuhlservice dazugebucht werden. Die airline oder der Flughafen kümmert sich dann um deinen Transport vom Check-in Schalter bis ins Flugzeug, bei Zwischenstopps dass du aus dem Flugzeug ins nächste kommst und beim endgültigen Ausstieg auch darum, dass du deine Koffer vom Band bekommst und durch den Zoll kommst (in den USA ist das zB sehr nice, da man bei den Customs je nach Tageszeit nochmal ewig anstehen muss und mit dem Rolliservice direkt zu einem Beamten gefahren wird und somit fast sofort „raus kommt“.

Also ihr müsst nicht im Reisebüro buchen, ihr könnt auch die Flugdealz wahrnehmen und euch danach um den Rolliservice kümmern.

Begleitperson bei Flügen mit Lufthansa

Leider konnte ich dazu nichts mehr bei der Lufthansa auf der Seite direkt finden, aber es ist wohl so (ich rufe da mal noch an und frage nach), dass die Begleitperson nur die Steuern für den Flug zahlen muss. Die Information dazu ist leider schon ein paar Jahre alt und sollte definitiv nochmal überprüft werden.

Weiterführende Links:

Wer noch weitere Ideen hat, kann das gerne in den Kommentaren äußern. Ansonsten freue ich mich natürlich über weiteren Input.

Den Artikel habe ich auch hier veröffentlicht.